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Weiter Behinderungen im Zugverkehr

Norddeutschland Weiter Behinderungen im Zugverkehr

Im Norden Deutschlands müssen Zugreisende mindestens bis Montagnachmittag mit Verspätungen oder Ausfällen rechnen. Ursache dafür sind Unwetterschäden auf Bahnstrecken. Umstürzende Bäume hatten am Sonntagabend die Oberleitungen beschädigt und die Schienen blockiert.

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Wegen Unwetterschäden auf Bahnstrecken müssen Fahrgäste noch mindestens bis Montagmittag mit Verspätungen oder Ausfällen rechnen.

Quelle: dpa

Berlin/Hannover. Das Unwettertief Siegfried beeinträchtigt weiterhin den Zugverkehr in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Das teilte die Deutsche Bahn am Montagmorgen mit. Aufgrund des Unwetters müssten Reisende im Fern- und Regionalverkehr bis in den Vormittag mit Verspätungen und Ausfällen rechnen.

Das betrifft vor allem folgende Strecken:

  • Strecke Hannover - Celle - (Hamburg) weiterhin beidseitig unterbrochen. Die Strecke Hannover - Wolfsburg - (Berlin) ist eingleisig befahrbar, es muss weiterhin mit Behinderungen gerechnet werden.
  • Züge der ICE-Linie 20 (Kiel - Hannover - Frankfurt (M) - Zürich), der ICE-Linie 22 (Kiel - Hannover - Frankfurt (M) - Stuttgart) sowie der ICE-Linie 25 (Hamburg - Hannover - Nürnberg - München) werden über Rotenburg (Wümme) umgeleitet. Es ist mit einer Reisezeitverlängerung von 20 Minuten zu rechnen. Züge der IC-Linie 26 (Stralsund - Hamburg - Frankfurt (M) - Karlsruhe) werden teilweise umgeleitet. Die planmäßigen Verkehrshalte werden bedient, es ist mit Reisezeitverlängerungen zu rechnen.
  • Züge der ICE-Linie 11 (Berlin - Göttingen - Frankfurt (M) - Stuttgart - München) und der ICE-Linie 12 (Berlin - Braunschweig - Frankfurt (M) - Interlaken) verkehren wieder auf dem Regelweg mit allen planmäßigen Verkehrshalten. Es muss weiterhin mit Reisezeitverlängerungen gerechnet werden.
  • Züge der ICE 10 (Köln - Hamm (Westf) - Hannover - Berlin) sowie der IC-Linie 77 (Bad Bentheim - Hannover - Wolfsburg - Berlin) werden teilweise umgeleitet. Es werden wieder alle planmäßigen Verkehrshalte angefahren, mit einer Reisezeitverlängerung von 15 Minuten ist zu rechnen.

Die Störungen werden voraussichtlich bis zum Nachmittag andauern.

Reisende übernachten in Turnhalle

Zwischen Fallersleben und Gifhorn war am Sonntag ein Zug mit einem umgestürzten Baum kollidiert. Etwa 600 Reisende mussten mehr als drei Stunden im Zug auf der Strecke warten. Bis 23.30 Uhr  konnten nach Auskunft eines Bahnsprechers alle Fahrgäste den liegengebliebenen Zug verlassen. 300 von ihnen sind in eine nahe gelegene Turnhalle gebracht worden und mussten dort übernachten. Weitere 300 Reisende konnten ihre Fahrt in Bussen fortsetzen.

In Wolfsburg strandete aufgrund des vorausgegangenen Unfalls ein IC, der aus Berlin auf der Fahrt nach Köln war. Reisende dieses Zuges konnten in der Nacht nicht weiterfahren. Sie suchten sich entweder ein Hotel, nahmen ein Taxi oder organisierten sich private Mitfahrgelegenheiten. Für Hotel und Taxi verteilten Bahnmitarbeiter Gutscheine. Wer davon keinen ergattern konnte, der musste selbst in Vorkasse treten.

In Nordrhein-Westfalen hatte der Bahn zufolge ein Blitz in ein Kabel eingeschlagen, das die Signale auf der Strecke Essen-Duisburg mit Strom versorgt. Auch hier komme es weiter zu Einschränkungen im S-Bahn-, Regional- und Fernverkehr. Die Sperrung der Strecke zwischen Kassel-Wilhelmshöhe und Hannover war bereits in der Nacht aufgehoben worden.

Umstürzende Bäume hatten am Sonntagabend die Oberleitungen beschädigt und die Schienen blockiert. Zahlreiche Züge waren deshalb ausgefallen. In mehreren Hauptbahnhöfen stellte die Deutsche Bahn am Sonntagabend Hotelzüge bereit, in denen Fahrgäste übernachten konnten, die ihr Reiseziel nicht mehr erreicht haben.

Die Einsatzkräfte seien mit Hochdruck dabei, die Strecken zu räumen und beschädigte Oberleitungen instand zu setzen, versicherte die Deutsche Bahn. Aktuelle Informationen will das Unternehmen auf seiner Internetseite und am Telefon (kostenpflichtig) bereithalten. Tel.: 0180 6996633 (20 ct./Anruf aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 60 ct./Anruf).

dpa/wer/ska

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