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Baltimore: Polizist schießt auf 13-Jährigen

Wegen Pistolenattrappe Baltimore: Polizist schießt auf 13-Jährigen

In Baltimore hat ein Polizist auf einen 13-jährigen Jungen geschossen, weil er in seiner Hand eine Waffe vermutete. Tatsächlich war es lediglich eine Pistolenattrappe. Seit dem Tod eines jungen Schwarzen vor einem Jahr, steht die Polizei in Baltimore in der Kritik.

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Wegen dieser Pistolenattrappe schoss ein Polizist auf einen 13-jährigen Jungen in Baltimore.

Quelle: Facebook/ Baltimor Police Departement

Baltimore. In der US-Ostküstenstadt Baltimore hat ein Polizist auf einen 13-Jährigen geschossen, der eine Pistolenattrappe bei sich trug. Zwei Beamte hätten den Jungen am Mittwoch mit der Modellwaffe beobachtet, er sei daraufhin weggerannt, sagte Polizeichef Kevin Davis. Einer der Polizisten habe auf ihn geschossen. "Wie sich herausgestellt hat, war es eine Nachbildung einer halbautomatischen Pistole", sagte Davis. "Die Polizisten konnten nicht wissen, dass es keine echte Waffe war. Es sah aus wie eine Waffe."

Mutter sieht ihren Sohn blutend auf der Straße liegen

Wie die Mutter des verletzten 13-Jährigen der " Baltimore Sun" berichtet, hat ihr älterer Sohn das Unglück mitangesehen und sie informiert. "Alles was ich sehen konnte, war Blut", sagte sie. "Ich habe geschrien." Der Junge soll im Bein und im Arm getroffen worden sein. Der 13-Jährige wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht, schwebte nach Angaben der Polizei aber nicht in Lebensgefahr.

Seine Mutter wurde unterdessen mit auf die Polizeiwache genommen. Zwei Stunden lang sollte sie Fragen beantworten, bis sie endlich zu ihrem Sohn durfte, berichtete sie der "Baltimore Sun". Nach ihrer Aussage wurde ihr vorgeworfen, sie sei angriffslustig gewesen. "Es war erniedrigend."

In Baltimore war vor einem Jahr ein junger Schwarzer in Polizeigewahrsam nach Misshandlung durch Polizisten gestorben. Nach seiner Festnahme hatten Beamten den 25-Jährigen Freddie Gray so übel traktiert, dass er ins Koma fiel und nicht mehr aufwachte. Sein Tod löste tagelange Proteste und schwere Unruhen aus.

dpa/mat

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