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Panorama Studentin verprasst 2,15 Millionen Euro
Nachrichten Panorama Studentin verprasst 2,15 Millionen Euro
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18:25 06.05.2016
In Australien räumte eine Bank einer 21-jährigen Studentin aus Versehen einen Dispo-Kredit über drei Millionen Euro ein. Die Frau gab das Geld gerne aus. Quelle: dpa/Karl-Josef Hildenbrand
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Sydney

Manche Kunden müssen mit ihrer Bank erst lange verhandeln, bevor sie einen Überziehungskredit bekommen. Christine Lee nicht. Der Chemie-Studentin wurde von ihrer Bank in Australien sogar ein Dispo in Höhe von drei Millionen Euro eingeräumt. Allerdings aus Versehen. Das hinderte die 21-Jährige aber nicht daran, das Geld auszugeben.

Angeblich bezog sie zum Beispiel ein Luxus-Appartement in Sydney. Wie der "Daily Telegraph" berichtete, kostete die Wohnung umgerechnet 683 Euro pro Woche. Mit Hilfe des Überziehungskredits konnte sich die Studentin die Miete leisten. Und noch mehr. Schuhe, Handtaschen, Schmuck und Designermode.

Aus Versehen einen Überziehungskredit eingeräumt

Als der Bank der Fehler auffiel, soll die Frau schon 2,15 Millionen Euro ausgegeben haben. Vergangene Woche wurde sie schließlich festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Sie hatte in ihre Heimat zurückfliegen wollen – sie stammt aus Malaysia und hatte ein Studenten-Visum für Australien.

Die Hintergründe des Falls sind undurchsichtig. Die Westpac-Bank schweigt. "Die Angelegenheit ist in den Händen des Gerichts, wir können uns nicht äußern." Aus Bankerkreisen verlautete, dass die Chemiestudentin 2012 aus Versehen ein Überziehungskredit im Umfang von 4,6 Millionen australischen Dollar (drei Millionen Euro) bekam.

Richterin ließ Studentin gegen Kaution frei

Angeblich haben die Mitarbeiter aber nicht bemerkt, dass die Frau 2014 und 2015 riesige Beträge abhob. Der Haftbefehl wurde erst im März erlassen. Gegen die Studentin wird wegen Betrugs ermittelt. Aber sie wurde gegen Kaution freigelassen.

"Das sind Summen, von denen wir alle träumen", meinte die Richterin in der Verhandlung trocken. Die Studentin habe das Geld der Bank aber nicht gestohlen – die Bank habe ihr das Geld zur Verfügung gestellt. Deshalb habe die junge Frau keine Straftat begangen, sondern sich nur verschuldet. Die 21-Jährige wird die 2,15 Millionen Euro wohl zurückzahlen müssen, wie der "Sydney Morning Herald" berichtete.

dpa/RND/wer

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