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Panorama Bauer kassiert 773.000 Euro für antiken Pferdekopf
Nachrichten Panorama Bauer kassiert 773.000 Euro für antiken Pferdekopf
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14:26 27.07.2018
Ein „Fund mit Weltrang“ – der römische Pferdekopf. Quelle: dpa
Limburg

Am Ende hat sich der jahrelange Zwist gelohnt – zumindest für einen Bauern aus Hessen. Im Streit um einen bronzenen Pferdekopf aus der Römerzeit soll das Land dem Landwirt 773.000 Euro zahlen. Das entschied das Landgericht Limburg am Freitag. Die Richter schlossen sich der Einschätzung einer Gutachterin an, die den Wert der antiken Skulptur auf gut 1,6 Millionen Euro schätzte. Der Pferdekopf ist Teil eines Reiterstandbilds, das wohl Kaiser Augustus (63 vor Christus bis 14 nach Christus) dargestellt hatte.

Landwirt muss die Hälfte des Wertes bekommen

Archäologen hatten den Kopf 2009 auf dem Grundstück des Landwirts aus der Nähe von Gießen gefunden, die Skulptur ging in den Besitz des Landes über. Nach der damaligen Rechtslage muss der Landwirt die Hälfte des Wertes als Entschädigung bekommen. Er und das Land hatten sich jedoch nicht auf einen Betrag einigen können – der Mann zog vor Gericht.

Nach den Worten des Limburger Richters ist der Wert eines solchen Unikates schwer zu ermitteln. Allerdings habe das sehr fundierte Gutachten die Kammer überzeugt. Die Expertin war vom Gericht beauftragt worden. Sie habe dem Kopf zwei Referenzobjekte gegenübergestellt – einen Helm und einen Arm – die bereits bei Auktionen unter den Hammer gekommen seien, erläuterte der Richter. Da solche Funde nicht ins Ausland verkauft werden dürften, sei für die Wertermittlung nur der nationale Kunstmarkt ausschlaggebend.

Die Entdeckung galt als „Fund mit Weltrang“

Die Entdeckung des Pferdekopfes galt als Sensation. Experten sprachen von einem „Fund mit Weltrang“. Der Kopf wurde restauriert und soll einmal im Römerkastell Saalburg in Bad Homburg gezeigt werden.

Von dpa/RND

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