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Beleidigung: Marcus Prinz von Anhalt muss zahlen

Nachtclubbesitzer zu Geldstrafe verurteilt Beleidigung: Marcus Prinz von Anhalt muss zahlen

Wegen Beleidigung eines Staatsanwalts ist Marcus Prinz von Anhalt zu einer Geldstrafe von 60.000 Euro verurteilt worden. Das Amtsgericht Augsburg sah es als erwiesen an, dass der wegen eines Steuerverfahrens in U-Haft sitzende Nachtclubbesitzer den Juristen in einem Brief verunglimpfte.

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Der Bordellbesitzer Marcus Prinz von Anhalt sitzt momentan wegen eines anderen Deliktes in Untersuchungshaft.

Quelle: Karl-Josef Hildenbrand

Augsburg. Gegen das Urteil können noch Rechtsmittel eingelegt werden. Der Angeklagte wurde als Marcus Eberhardt geboren, seinen adelig klingenden Namen hat der 48-Jährige von Frederic Prinz von Anhalt (72) per Adoption gekauft. Der aus Pforzheim stammende Bordellbesitzer hatte den Staatsanwalt in einem Brief als "dümmsten Staatsanwalt der Welt, der schielt, zu klein ist und gerne George Clooney wäre, aber voll ist mit Komplexen" bezeichnet.

Briefe von Häftlingen werden routinemäßig von der Justiz kontrolliert, weswegen der Passus bekannt wurde. Das Amtsgericht hatte daraufhin wegen Beleidigung zunächst einen Strafbefehl über 60.000 Euro erlassen, gegen den Marcus Prinz von Anhalt aber vorging. Deswegen kam es nun zum Prozess.

Verteidigung beruft sich auf Meinungsfreiheit

Die Staatsanwaltschaft beantragte am Mittwoch eine Geldstrafe in Höhe von 90.000 Euro. Die Verteidigung berief sich auf die Meinungsfreiheit und forderte Freispruch. Dem folgte das Gericht nicht und verhängte 60 Tagessätze zu je 1000 Euro. Prinz von Anhalt wurde Anfang des Jahres in Augsburg wegen Steuerhinterziehung zu vier Jahren Haft verurteilt. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig, die Verteidigung legte Revision ein.

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