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Sagen Sie lieber nicht Frau Windsor

Benimmregeln für Queen-Besuch Sagen Sie lieber nicht Frau Windsor

Dienstagabend landet die Queen in Berlin – mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird sie mit Hut, Handtasche und Handschuhe aus dem Flugzeug steigen und so ihren Deutschlandbesuch beginnen. Wir haben schon mal ein paar halb ernste Benimmregeln für ein mögliches Treffen.

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Es grüßt Elizabeth II. - bisher allerdings nur auf einem übergroßen Plakat am Gebäude der Technischen Universität in Berlin.

Quelle: Tim Brakemeier

Berlin. Eine Fanfare ertönt, sobald die Königin den Garten erreicht. Ihren weiteren Weg darin nimmt sie im Uhrzeigersinn. Prinz Philip geht andersherum. Einige Kuriositäten wissen wir schon über Königin Elizabeth II. (89), die gemeinsam mit Prinzgemahl Philip (93) Dienstagabend in Deutschland landet.

Es gibt dutzende Staatsbesuche jedes Jahr in Berlin, die allermeisten interessieren die einheimische Bevölkerung wenig. Weil es jedoch durchaus sein könnte, dass es zwischen der Königin und den Einwohnern zu einer Begegnung kommt, werden bereits fleißig Benimmregeln publiziert. Den Deutschen ist nämlich versprochen worden, die Königin „hautnah“ erleben zu dürfen. Die Gelegenheit sei am günstigsten, wenn Elizabeth II. morgen nach einem Empfang im Schloss Bellevue mit dem Boot auf der Spree Richtung Kanzleramt schippert oder beim Gang durchs Brandenburger Tor (am Freitagvormittag). Am Donnerstag geht es nach Frankfurt am Main - eine Premiere für die Königin. Am Freitag wird der Staatsbesuch noch einmal historisch. Mit der Gedenkstätte Bergen-Belsen besucht die Queen zum ersten Mal ein ehemaliges Konzentrationslager. Elizabeth II. wird bei ihrem etwa 20-minütigen Aufenthalt einen Kranz niederlegen und mit Veteranen und ehemaligen Häftlingen sprechen. Danach haben einige hundert Fans die Möglichkeit, der Königin und ihrem Mann zum Abschied aus Deutschland zu winken. Die 600 Plätze für die Queen-Verabschiedung am Militärflugplatz Celle waren nach Angaben der niedersächsischen Staatskanzlei innerhalb von 15 Minuten vergeben.

Einige Queenfans haben besonders viel Glück: Eine Brandenburgerin, ein Berliner, eine Lehrerin aus Laatzen und eine Mitarbeiterin der Volkshochschule in Buxtehude haben eine Begegnung mit der Queen bei Facebook gewonnen.Für diese vier und für alle anderen, die der Königin in den kommenden Tagen begegnen, folgt eine kurze Zusammenfassung der bisher bekannten Benimmregeln:

Begrüßung

Ganz gelassen bleiben. Erstaunlicherweise gibt es keine amtlichen Vorschriften für Begegnungen mit Angehörigen des Königshauses. Strecken Sie ihr besser nicht die Hand unter die Nase, sondern warten Sie, ob die Königin einen Handschlag wünscht oder nicht. Traditionell machen Frauen einen Knicks und Männer beugen den Kopf. Die korrekte offizielle Anrede der Königin ist „Your Majesty - Eure Majestät“ und nach der ersten Begrüßung „Ma’am”. Männliche Mitglieder der Königsfamilie werden eingangs als „Your Royal Highness - Eure Königliche Hoheit“ angesprochen, dann mit „Sir“. Wir kennen die Angehörigen der Königsfamilie nur unter ihren Vornamen oder Titeln. Doch die Königin und der Herzog von Edinburgh legten 1960 fest, dass ihre direkten Nachkommen den Namen Mountbatten-Windsor erhalten sollten, um der Familiengeschichte Rechnung zu tragen. Auch wenn Sie’s jetzt wissen. Sagen Sie lieber nicht Frau Windsor zur Königin.

Worüber man sich mit der Queen unterhalten könnte

Im Verlauf ihrer Regierungszeit besaß Königin Elizabeth mehr als 30 der anmutig kleinen walisischen Schäferhunde namens Corgi. Der erste Corgi der Queen hieß Susan. Sie bekam ihn 1944 zum Geburtstag. Viele ihrer Hunde waren Abkömmlinge von Susan. Derzeit hält die Königin zwei Corgis, Holly und Willow, und zwei Dorgis (eine Kreuzung aus Dackel und Corgi) namens Candy und Vulcan. Man könnte auch über Pferde reden. Da müsste man aber sehr gut Bescheid wissen, um die Königin nicht zu langweilen.

Worüber man mit der Königin besser nicht spricht

Elizabeth II. ist eine feine Dame. Für ein paar ihrer Vorfahren kann sie natürlich nichts. Man sollte die Königin darum nicht auf sie ansprechen. Wüste Burschen waren darunter, die dem Nationaldichter William Shakespeare die besten Vorlagen für seine blutrünstigen Dramen lieferten. Einer massakrierte halb Südengland, einer konnte, obwohl er in Oxford geboren wurde, kein Wort Englisch.

Worauf man sonst noch achten sollte

Die Queen wohnt wie 2004 wieder im Hotel Adlon, direkt am Brandenburger Tor. Florist Mario Weidner plant den Blumenschmuck. Den bevorzuge die Queen „sehr dezent“, verriet er. „Es darf kein Duft sein.“ Besonders gern habe die Monarchin Pastelltöne und Gelbtöne. Die Queen mag es übrigens nicht, wenn sie nur noch von Fotografen umringt ist. Und für die allseits beliebten Selfies ist sie überhaupt nicht zu haben.

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