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Berliner Modewoche zwischen Hugo und Hahnenschrei

Fashion Week Berliner Modewoche zwischen Hugo und Hahnenschrei

Glamour im Publikum, Schnörkelloses auf dem Laufsteg. In Berlin geht die Modeparty weiter. Und: Das Zelt der Fashion Week wird auch im Winter wieder am Brandenburger Tor stehen.

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Schauspieler Moritz Bleibtreu (links) und Wotan Wilke Moehring bei der Hugo-Show auf der Fashion Week Berlin.

Quelle: dpa

Berlin. Mit einem Hahnenschrei aus dem Lautsprecher ist die Berliner Modewoche in eine neue Runde gegangen. Die Mainzer Designerin Anja Gockel führte am Freitag ihre Kollektion für den Sommer 2012 vor, von Flatterhosen in Türkis bis zum lila Cocktailkleid. Zum Finale erschien eine tiefdekolletierte Braut mit zwei Männern in Shorts an der Seite. Abends luden die gerade in Paris gefeierte Niederländerin Iris van Herpen und Lokalmatador Michael Michalsky zu ihren Shows. Die Fashion Week endet am Samstag.

Viel Glamour gab es am Donnerstagabend bei Hugo im Publikum. Auf den Laufsteg bot sich Mode ohne Schnörkel: Die Marke aus dem Hause Boss setzt auf minimalistische Schnitte, knallenge Hosen und kurze Röcke. Einige Männer-Models trugen hellblaue Anzüge mit weißen Knöpfen. Ansonsten: viele V-Ausschnitte und grafische Elemente. Punkte waren das einzige auffällige Muster. Weiß, Schwarz, Blau und Rot dominierten die Kollektion. Für den Abend schlug das Label ein langes rotes Outfit mit weichem, fließendem Stoff vor.

Untern den 1000 Gästen: US-Schauspielerin Hilary Swank, Schauspieler Til Schweiger, Ex-Tennisstar Boris Becker und Berlins Regierungschef Klaus Wowereit. Die Hugo-Schau - mit der anschließenden Party - gehört zu den Höhepunkten der Fashion Week.

Wie üblich präsentiert sich dort auch die Hauptstadt-Mode. Lala Berlin kehrte das Prinzip Catwalk um: Die Models blieben wie versteinert auf Podesten stehen. Das Publikum - darunter Heike Makatsch und Rapper Michi Beck von den Fantastischen Vier - lief umher. In einem abgedunkelten Raum unter Stroboskoplicht war das eine schweißtreibende Angelegenheit.

Das Label Mongrels in Common führte Seidenblusen, eine hübsche Latzhose und ein interessantes Print-Design vor - letzteres mit dem Titel „Wilde Mücken an Schmetterlingen auf Barcode“. Warum die Kollektion „Heidi geht tauchen“ heißt, war auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Bei Rena Lange gehörten Blumen-Stickereien und eine grasgrüne Bluse zu den Hinguckern.

Die neunte Ausgabe der Modewoche bekam bislang gute Noten. Designerin Jette Joop würdigte den Einsatz Wowereits, der sich für die Branche stark macht. Sie findet die Berliner Fashion Week „fantastisch“. Wer lästere, sei ein Miesmacher. Ihr Liebling der Saison ist Designer Michael Sontag.

Joops Kollegin Anja Gockel schwärmte von der Kulisse am Brandenburger Tor. „Das ist toll für die Stadt Berlin und die internationale Ausstrahlung.“ Die halbjährliche Fashion Week war mit ihrem Zelt nach Querelen um den Standort Bebelplatz auf die Straße des 17. Juni zurückgezogen - mit Blick auf das Wahrzeichen. Im Januar wird sie wieder dort stattfinden, wie Sprecher Daniel Aubke am Freitag sagte. Der Veranstalter hofft, dass die Fashion Week auch in den folgenden Saisons am Brandenburger Tor bleiben kann.

dpa

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