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Berlusconi braucht eine künstliche Herzklappe

Politiker muss operiert werden Berlusconi braucht eine künstliche Herzklappe

Sein Gesundheitszustand ist ernster als zunächst bekannt wurde: Der frühere italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi muss sich nach einer lebensbedrohlichen Herzattacke einer Herzoperation unterziehen.

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Der frühere italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi muss sich nach einer lebensbedrohlichen Herzattacke einer Herzoperation unterziehen.

Quelle: EPA/ANGELO CARCONI

Rom. Der 79-Jährige benötige dringend eine künstliche Herzklappe, sagte sein Arzt Alberto Zangrillo am Donnerstag in Mailand Journalisten. Berlusconi hatte sich am Sonntagabend ins Krankenhaus begeben. Zunächst war nur von "leichten Herzbeschwerden" die Rede. Zangrillo sagte am Donnerstag aber, der 79-Jährige sei in Lebensgefahr gewesen. "Er war in Lebensgefahr und er wusste es."

Der Eingriff soll in der kommenden Woche erfolgen und etwa vier Stunden dauern. Es werde etwa einen Monat dauern, bis Berlusconi sich wieder erholt habe, sagte Zangrillo. Berlusconi wird im September 80 Jahre alt. Er hatte bereits vor zehn Jahren Herzprobleme gehabt und sich in den USA einen Herzschrittmacher einsetzen lassen. Dieser wurde bei einer Operation in Mailand im Dezember ersetzt.

Berlusconi hatte erstmals wieder wählen dürfen

Die Herzprobleme am Sonntag traten auf, als in Teilen Italiens die erste Runde der Kommunalwahlen stattfand. Berlusconis Partei Forza Italia schnitt bei dem Urnengang schwach ab – vor allem in der Hauptstadt Rom, wo sie nur auf 4,23 Prozent der Stimmen kam. Vor der Kommunalwahl vom vergangenen Sonntag hatte Berlusconi wochenlang in ganz Italien Wahlkampf für seine konservative Partei Forza Italia betrieben.

Berlusconi durfte am Sonntag erstmals nach einer dreijährigen Sperre wieder selbst seine Stimme abgeben. Im Zuge einer Verurteilung wegen Steuerhinterziehung hatte ein Gericht ihm 2013 das aktive und das passive Wahlrecht entzogen.

Der Politiker und Medienmodul wurde damals auch zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, musste diese aber wegen seines fortgeschrittenen Alters nicht antreten. Er musste allerdings Sozialdienst in einem Altenheim ableisten.

afp/RND

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