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Panorama Bistum Hildesheim schließt wegen Geldmangels 54 Kirchen
Nachrichten Panorama Bistum Hildesheim schließt wegen Geldmangels 54 Kirchen
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14:45 29.09.2009
Der Hildesheimer Dom. Quelle: lni
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Die endgültige Streichliste ist nach Gesprächen mit den Verantwortlichen vor Ort entstanden. In einigen Fällen ist die Schließung schon vollzogen worden. Bischof Trelle beschrieb die geplanten Kirchenschließungen als „ganz schmerzlichen Moment“. Die Schließungen seien aber unerlässlich gewesen. Das Konzept ist Teil eines Sparkonzepts des Bistums. „Der Rückstau ist erheblich, was die Investitionen anbelangt“, sagte Trelle. Dieser Investitionsstau beträgt laut Bistum 115 Millionen Euro.

Die ursprünglichen Pläne waren bereits Anfang 2008 vorgestellt worden. „Sie haben an vielen Stellen zu teilweise heftigen Reaktionen geführt“, räumte Domkapitular Adolf Pohner ein. Im Laufe der Zeit habe es aber einen offenen Dialog gegeben: „Das war für uns ein sehr gewinnbringender Prozess.“ Der Bischof hat sich in jedem siebten Fall den abweichenden Voten der Dekanatspastoralräte vor Ort angeschlossen.

Die Schließung der Kirchen soll spätestens bis zum Jahr 2020 abgeschlossen sein. Bis dahin wird auch entschieden, ob das jeweilige Kirchengebäude abgerissen wird oder ob es anders genutzt werden kann. Infrage kommt dafür nach Angaben des Bistums beispielsweise die Umwandlung in Kindertagesstätten oder betreute Altenwohnungen. Auch soll es möglich sein, dass evangelische oder orthodoxe Gemeinden die Kirchen übernehmen. Der Verkauf an islamische und buddhistische Gemeinschaften oder an Sekten soll hingegen tabu sein.

Insgesamt wurden 377 Kirchen in Niedersachsen und Bremen kategorisiert. Dabei wurden 181 als unentbehrlich eingestuft. Bei 104 katholischen Gotteshäusern sei die Notwendigkeit für die Seelsorge „mittelfristig zu überprüfen“, wie es in der Streichliste des Bistum heißt. Sieben davon, die noch nicht benannt sind, sollen auf jeden Fall geschlossen werden.

Dies gilt auch für 47 weitere jetzt schon feststehende Kirchen, die laut Bistum „für die pastorale Entwicklung nicht unbedingt notwendig“ sind. Der Erhalt von 45 weiteren Kirchengebäuden ist demnach ebenfalls nicht unbedingt notwendig. Sie sollen allerdings zunächst nicht entweiht werden. In sie wird jedoch kein Geld mehr investiert.

56 Kirchen aus den Dekanaten Sarstedt-Borsum und Untereichsfeld wurden von den Plänen zunächst komplett ausgenommen. Hier wird erst 2014 über mögliche Kirchenschließungen entschieden, weil dort dann Gemeinden zusammengelegt werden.

lni

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