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Blackbox bestätigt Rauch in Egyptair-Maschine

Untersuchungskommission Blackbox bestätigt Rauch in Egyptair-Maschine

66 Menschen stürzten im Mai aus noch immer unbekannter Ursache mit einer EgyptAir-Maschine ins Mittelmeer. Gut sechs Wochen nach der Katastrophe liefert die Blackbox erste Erkenntnisse: An Bord des Flugzeugs hat es Rauch gegeben.

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Die Auswertung der Blackbox bestätigt Rauch an Bord des abgestürzten Egyptair-Jets. (Symbolbild)

Quelle: dpa

Kairo . Vor dem Absturz der Egyptair-Maschine über dem Mittelmeer am 19. Mai hat es Rauch an Bord gegeben. Die Auswertung des Datenschreibers habe bestätigt, dass sich auf einer der Toiletten und im Bereich der Bordelektronik Rauch ausgebreitet hatte, teilte die ägyptische Untersuchungskommission am Mittwochabend mit. Somit stimmten die aufgezeichneten Daten der Blackbox überein mit früheren Funknachrichten.

Wrackteile aus dem vorderen Bereich des Flugzeugs zeigten außerdem Zeichen von hohen Temperaturen und Ruß. Was den Rauch verursachte, ist aber weiter unklar. Die Experten hoffen, durch die weitere Auswertung des Daten- sowie des Stimmenrekorders die genaue Unglücksursache klären zu können.

Airbus stürzte über dem Mittelmeer ab

Der Airbus A320 war am 19. Mai mit 66 Menschen an Bord auf dem Weg von Paris nach Kairo über dem östlichen Mittelmeer abgestürzt. Einen Notruf gab es nicht. Nach dem Absturz wurde über eine Explosion an Bord und einen möglichen Terroranschlag spekuliert, was die ägyptische Regierung jedoch zurückwies. Von der Auswertung des Daten- und Stimmenrekorders erhoffen sich die Ermittler Erkenntnisse zur bislang ungeklärten Absturzursache.

Der bei dem Absturz stark beschädigte Datenschreiber war zuvor in Frankreich repariert und anschließend zurück nach Kairo gebracht worden. Die Reparatur des Stimmenrekorders läuft noch. Die beiden Flugschreiber waren vor rund zwei Wochen nach wochenlanger Suche im Mittelmeer entdeckt worden.

Zwischenfälle mit ägyptischen Maschinen

Der Stimmenrekorder hält üblicherweise Gespräche zwischen den Piloten im Cockpit und den Funkverkehr fest. Der Flugdatenschreiber zeichnet Kurs, Geschwindigkeit, Flughöhe und Neigungswinkel der Maschine auf. Durch das Speichern von GPS-Daten kann er außerdem Auskunft über den genauen Unglücksort geben.

In den vergangenen Monaten hatte es mehrere Zwischenfälle mit Flugzeugen aus Ägypten gegeben. Ende März entführte ein Mann eine Egyptair-Maschine nach Zypern. Im Oktober vergangenen Jahres war ein russischer Ferienflieger nach einer Bombenexplosion an Bord über dem Sinai abgestürzt. Zu der Tat, bei der 224 Menschen starben, bekannte sich die Terrororganisation Islamischer Staat (IS).

Ein russisches Passagierflugzeug mit mehr 224 Menschen an Bord ist auf der Sinai-Halbinsel abgestürzt. Alle Insassen sind bei dem Absturz ums Leben gekommen.

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dpa/RND

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