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Entwarnung nach Bombenalarm im Einkaufszentrum

Anti-Terror-Einsatz in Belgien Entwarnung nach Bombenalarm im Einkaufszentrum

Neuer Terroralarm in Brüssel: Nahe eines Einkaufszentrums wurde eine verdächtige Person festgenommen. Ein erster Verdacht bestätigt sich nicht: Bei einem angeblichen Sprengstoffgürtel handelte es sich um eine Attrappe. Die Polizei hat Entwarnung gegeben.

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Die Umgebung des Einkaufszentrums wurde großräumig abgesperrt.

Quelle: dpa

Brüssel. In Brüssel ist am Dienstagmorgen nach einem neuen Terroralarm Entwarnung gegeben worden. Bei einem Einkaufszentrum sei keine Bombe gefunden worden, berichtete die Nachrichtenagentur Belga am Morgen unter Berufung auf Justizkreise. Bei einem angeblichen Sprengstoffgürtel habe sich um eine Attrappe gehandelt.

Minister: "Situation ist unter Kontrolle"

Nach ersten Angaben der Ermittler hatte sich am frühen Dienstagmorgen ein Mann bei der Polizei gemeldet und behauptetet, einen Sprengstoffgürtel zu tragen. Daraufhin wurde Großalarm ausgelöst und ein Verdächtiger wurde festgenommen.

Wegen eines Bombenalarms in einem Einkaufszentrum im Zentrum von Brüssel hat die Polizei am Dienstagmorgen einen Anti-Terror-Einsatz in der belgischen Hauptstadt gestartet.

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Bei dem Mann soll es sich um den Anrufer gehandelt haben, der eine Sprengstoffgürtel-Attrappe bei sich trug. Angaben zur Identität des Festgenommenen machten die Ermittler zunächst nicht. Die Absperrungen rund um das Einkaufszentrum "City 2" wurden am Vormittag wieder abgebaut, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete.

Das belgische Krisenzentrum beließ die Terrorwarnstufe unverändert auf dem zweithöchsten Niveau. Zuvor war das Kabinett von Regierungschef Charles Michel zu einer Dringlichkeitssitzung zusammengekommen. "Im Augenblick ist die Situation unter Kontrolle", sagte Michel in einer ersten Reaktion.

Groß-Razzia erst am Samstag

In der Nacht zum Samstag hatte die belgische Polizei bei dutzenden Einsätzen in 16 Städten Wohnungen und Garagen durchsucht und zwölf Verdächtige festgenommen. Die Polizei hatte dabei von einer "unmittelbaren Bedrohung" gesprochen. Medienberichten zufolge gab es Hinweise, dass während des EM-Spiels Belgien-Irland am Samstagnachmittag Anschläge verübt werden sollten.

Drei Verdächtige wurden in Haft genommen. Ihnen wird "versuchter terroristischer Mord" sowie "Beteiligung an den Aktivitäten einer terroristischen Gruppe" vorgeworfen. Neun weitere Verdächtige wurden nach ihrer Vernehmung wieder freigelassen.

In Belgien herrscht seit längerem Alarmbereitschaft. Am 22. März hatten sich zunächst zwei Attentäter im Flughafen Brüssel-Zaventem in die Luft gesprengt. Knapp eine halbe Stunde später zündete ein Attentäter in einem U-Bahn-Waggon in der Station Maelbeek einen Sprengsatz und riss 16 Menschen mit in den Tod. Insgesamt wurden bei den beiden Anschlägen in der belgischen Hauptstadt 32 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt.

afp/ dpa/RND/zys

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