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Bremen säuft nach heftigen Regenfällen ab

Starkregen Bremen säuft nach heftigen Regenfällen ab

Wasserchaos in Bremen: Bis zu 45 Liter Regen pro Stunde und Quadratmeter sind am Donnerstagmorgen auf die Stadt niedergeprasselt. Genug, um auch im Verkehr für Wirbel zu sorgen.

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Im Starkregen abgesoffen: Diese Unterführung in Bremen lief randvoll mit Wasser.

Quelle: dpa

Bremen. Autos stecken in den Wassermassen fest, im Finanzamt ist der Aktenkeller überschwemmt und die Feuerwehr ist im Dauereinsatz: Heftige Regenfälle haben in der Bremer Innenstadt für Chaos gesorgt. „So viele Einsätze in kurzer Zeit hatten wir in den letzten zehn Jahren nicht“, meinte Michael Richartz von der Bremer Feuerwehr. Rund 300 Notrufe erreichten die Zentrale bis zum frühen Donnerstagvormittag, als der Regen langsam aufhörte. „Im Statistischen Landesamt und im Finanzamt stehen die Aktenkeller unter Wasser.“ Viele Bremer, deren Keller überschwemmt waren, halfen sich schließlich selbst mit Eimern und Schaufeln.

In der Nacht und vor allem in den Morgenstunden am Donnerstag seien zeitweise zwischen 38 und 45 Liter Regen pro Quadratmeter und Stunde auf Bremen geprasselt, teilte der Bremer Abwasserbetrieb HanseWasser mit. Der Deutsche Wetterdienst sprach von 20 bis 25 Litern am Bremer Flughafen.

„Die Regengüsse waren ein punktuelles Phänomen“, erklärte Rüdiger Hartig vom Deutschen Wetterdienst. „Bei jedem Sommergewitter fällt ähnlich viel Regen - heftig war es vor allem, weil der Regen genau über Bremen runterkam.“ Das habe die „Weltuntergangstimmung“ ausgemacht.

Viele Passanten nahmen die überschwemmten Straßen in Bremen mit Humor: Einige zogen kurzerhand ihre Schuhe und Strümpfe aus und wateten barfuß durch das knöcheltiefe Wasser auf den Bürgersteigen. Auf den Straßen herrschte dagegen zeitweise Verkehrschaos: Busse im Berufsverkehr konnten nicht losfahren, einige Autos schwammen regelrecht in den Fluten - nur ihr Dach war noch zu sehen.

„Fast alle Tunnel im Innenstadtbereich sind vollgelaufen“, sagte Polizeisprecher Gundmar Köster. Elf Tunnel und Unterführungen waren zunächst teils nicht zu befahren. Besonders schlimm war die Situation den Angaben zufolge in einer Unterführung in der Parkallee. „Hier steht das Wasser einen Meter tief“, sagte Köster. Es hatte so stark geregnet, dass die Abwasserrohre überlastet waren.

dpa

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