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Bewaffnete Bürgerwehr besetzt Nationalpark

Oregon Bewaffnete Bürgerwehr besetzt Nationalpark

Ein Trupp Bewaffneter besetzt ein Verwaltungsgebäude in einem Nationalpark in Oregon – aus Protest gegen die Regierung im fernen Washington. Ein Dauerstreit um Land ist eskaliert.

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Protest gegen die US-Regierung: Mitglieder einer Bürgerwehr haben das Verwaltungsgebäude eines Nationalparks in Oregon (Archivbild) besetzt.

Quelle: dpa/Archivbild

Burns. Mitglieder einer Bürgerwehr und andere Aktivisten haben aus Protest gegen die US-Regierung das Verwaltungsgebäude eines Naturparks in Oregon besetzt. Die bewaffneten Miliz-Männer wollen dort so lange bleiben, "wie es nötig ist – Tage, Wochen, oder sogar noch länger", wie der Anführer der Gruppe, Ammon Bundy, dem Sender CNN am Sonntag in einem Telefoninterview sagte. Der Tageszeitung "The Oregonian" sagte er, dass bis zu hundert Menschen das Verwaltungsgebäude in Beschlag genommen hätten. Sie seien zur Gewalt bereit und wollten notfalls mehrere Jahre dort ausharren.

Sheriff: Halten Sie sich fern

Polizei und Behörden hielten sich zunächst zurück. Im Hintergrund liefen Bemühungen um eine Lösung, berichtete der öffentlich-rechtliche Sender OPR am Sonntagabend (Ortszeit). Am Montag soll ein Krisenstab von Polizei und Strafverfolgungsbehörden auf regionaler und Bundesebene eingerichtet werden. Der örtliche Sheriff rief die Bevölkerung auf, sich von dem Gebäude fernzuhalten.

Vorwürfe gegen die Regierung

Entzündet hat sich der Protest an der Verurteilung von zwei Ranchern zu fünf Jahren Haft wegen Brandstiftung. Den beiden – Vater und Sohn – wurde laut Medienberichten angelastet, auf Land der Bundesregierung ein Feuer gelegt zu haben, um Spuren von Wilderei zu verwischen. Sie sollen sich am Montag im Gefängnis melden. Bundy und seine Anhänger sprechen von "Machtmissbrauch" der Behörden. Sie sagen, die Rancher seien schlicht für ihre Weigerung bestraft worden, ihr Land an die Bundesregierung zu verkaufen.

Sohn eines radikalen Ranchers

Zunächst protestierten Milizionäre und Einwohner in der Stadt Burns mit einem Marsch, dann zog eine Gruppe von schätzungsweise mehreren Dutzend Bewaffenten zum Hauptquartier des entlegenen Malheur National Wildlife Refuge und besetzte es. Bundy sagte in dem CNN-Interview, die Regierung nehme für sich Land und Ressourcen in Anspruch, die dem Volk gehörten, dieser "Missbrauch" müsse aufhören. Es sei Zeit, sich dagegen zu erheben. Solange die Regierung nicht gegen sie vorgehe, würden sie aber keine Gewalt einsetzen, sagte Bundy laut einem Bericht der Nachrichtenseite "Oregon Live".

Bundy ist der Sohn eines radikalen Ranchers aus Nevada, der 2014 Schlagzeilen machte: Er stand damals an der Spitze einer Gruppe von mehreren bewaffneten Viehzüchtern, die sich tagelang weigerten, ihre auf Regierungsland grasenden Herden abzuziehen.

dpa/afp/wer

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