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Loveparade-Unglück

Bundespräsident Wulff regt Ombudsmann und Hilfsfonds an


Bundespräsident Christian Wulff hat die Einsetzung eines Ombudsmannes und die Einrichtung eines Hilfsfonds für die Opfer der Loveparade in Duisburg und ihre Hinterbliebenen angeregt. „Es geht darum, den Angehörigen zu zeigen, dass die gesamte Nation ihnen beisteht“, sagte Wulff der „Bild am Sonntag“.
Bundespräsident Christian Wulff (CDU), seine Frau Bettina (l.) und die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) bei dem Gedenkgottesdienst am Sonnabend in der Salvatorkirche in Duisburg.

Bundespräsident Christian Wulff (CDU), seine Frau Bettina (l.) und die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) bei dem Gedenkgottesdienst am Sonnabend in der Salvatorkirche in Duisburg.

© dpa

Der Bundespräsident verwies auf seine Erfahrungen mit Katastrophen während seiner Zeit als Ministerpräsident: „Am Tag des Transrapid-Unglücks haben wir in Niedersachsen einen Hilfsfonds eingerichtet und zu Spenden aufgerufen. 750.000 Euro kamen zusammen, mit denen schnell und unbürokratisch auch in solchen Fällen geholfen wurde, wo Versicherungen und andere nicht helfen können“, sagte Wulff.

Ein Ombudsmann habe damals die Interessen der Hinterbliebenen gegenüber Versicherungen, Amts-Dienststellen und Anwälten vertreten. “Über beides könnte man auch für die Opfer der Loveparade- Katastrophe nachdenken“, sagte der Bundespräsident. Das Unglück habe vielen Menschen Leid und Kummer bereitet. Auch ein guter Freund seines Neffen in Duisburg sei unter den Toten, sagte Wulff.

Er forderte dazu auf, „organisatorische Konsequenzen“ aus der Katastrophe zu ziehen: „In Zukunft muss sichergestellt sein, dass Kinder und Jugendliche bedenkenlos zu Großveranstaltungen fahren können.“ Wulff fügte hinzu: „Dazu gehört, dass die Verantwortlichen insbesondere das Internet als Frühwarnsystem nutzen. In Internetforen wurde schon früh vor einer Katastrophe mit Toten gewarnt.“

Wulff erinnerte den heftig in der Kritik stehenden Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) an seine politische Verantwortung: „Zwar hat jeder als unschuldig zu gelten, dessen Schuld nicht erwiesen ist. Doch unabhängig von konkreter persönlicher Schuld gibt es auch eine politische Verantwortung. Das alles wird der Oberbürgermeister genau abwägen müssen.“

dpa

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  • Populist Ole – 02.08.10
    Ich glaube sie würden auch quaken, wenn er nichts machen würde. Das ihnen Herr Wulff als BP nicht gefällt ist nun bekannt. Die Idee eines Hilfsfonds mit einem Ombdusmann gefällt mir gut, es ändert zwar nichts an dem Schicksal der Menschen und Hinterbliebenen, kann aber wenigstens den Schmerz und Schaden lindern, den die Versicherungen jetzt garantiert anrichten.Vielleicht sollte Herr Köhler von seinem übigen Alterssalär den Grundstein legen...
  • Populist Andreas – 01.08.10
    Es ist leider so, dass sich die größten Befürchtungen bestätigen. Herr Wulff ist ein Populist erster Güte. So etwas klingt in den Ohren des gemeinen Volkes gut, macht einen guten Eindruck und kostet vor allem nichts. Bäh! Ich bin sehr gespannt, was wir noch alles von diesem Herrn zu erwarten haben. Schließlich steht ja auch bald wieder Weuhnachten vor der Tür. Da wird sich schon ein Thema finden.
  • Ombudsmann Thomas – 01.08.10
    Eine sehr gute Idee. Die Hinterbliebenen der Opfer wären ohne Hilfe von außen mit der Situation bestimmt überfordert.
    Auch stammen einige auch aus anderen Ländern.
    Finde ich sehr gut, das der Bundespräsident daran denkt !!!!

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