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Dobrindt: Keine Hinweise auf technisches Versagen bei Zugunglück

Bad Aibling Dobrindt: Keine Hinweise auf technisches Versagen bei Zugunglück

Nach dem Zugunglück mit elf Toten in Bad Aibling gibt es nach Angaben von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt weiter keine Hinweise auf technisches Versagen. Er kündigte nun Kontrollfahrten auf der Strecke an.

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Nach den Bergungsarbeiten in Bad Aibling begannen am Montag die Reparaturarbeiten am stark beschädigten Gleis.

Quelle: Peter Kneffel /dpa

München. "Tatsache ist, dass nach den Daten, die wir haben, ein technischer Fehler nicht vorgelegen hat," sagte Dobrindt am Montag in München. Am Dienstag wollen sich Staatsanwaltschaft und Polizei bei einer Pressekonferenz zur Unfallursache äußern.

Im Laufe dieser Woche werde es nach Wiederherstellung der Gleise Kontrollfahrten geben, sagte Dobrindt. Damit soll nach den Worten des Verkehrsministers überprüft werden, ob die von den Fahrtenschreibern aufgezeichneten Daten "validierbar" sind. Ergebnisse sollten Ende dieser oder Anfang nächster Woche vorliegen.

An der Pressekonferenz der Ermittlungsbehörden in Bad Aibling nehmen der Leitende Oberstaatsanwalt Wolfgang Giese aus Traunstein, Rosenheims Polizeipräsident Robert Kopp und weitere Ermittler teil. Die beiden Nahverkehrszüge des zwischen Holzkirchen und Rosenheim verkehrenden privat betriebenen Meridians waren am vergangenen Dienstagmorgen bei Bad Aibling frontal zusammengestoßen. Beim schwersten Zugunglück in Bayern seit mehr als 40 Jahren starben elf Menschen, rund 80 Insassen wurden teils schwer verletzt.

Unterdessen begannen am Montag die Reparaturarbeiten am stark beschädigten Gleis. Auf einer Länge bis zu 120 Metern müssen Schienen und Schwellen teils erneuert werden. Erst danach kann nach den Worten von Polizeisprecher Jürgen Thalmeier ein noch immer neben dem Gleis stehender Waggon eines der Unglückszüge auf dem Schienenweg abtransportiert werden.

Nach Angaben der Deutschen Bahn wird ein 160-Tonnen-Kran den Zugteil auf einen Güterwagen verladen. Anschließend wird die Oberleitung wieder montiert, die für die Bergungsarbeiten abgebaut worden war. Es werde Tag und Nacht gearbeitet, so die Bahn. Dennoch bleibt die Strecke zwischen Holzkirchen und Rosenheim voraussichtlich bis Ende der Woche gesperrt.

dpa

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