Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Bushido muss 135.000 Euro Strafe zahlen

Steuerhinterziehung Bushido muss 135.000 Euro Strafe zahlen

Die Berliner Justiz hat Strafbefehl gegen Bushido erlassen. Der Rapper muss eine Geldstrafe von 135.000 Euro zahlen. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen ihn wegen Steuerhinterziehung ermittelt.

Voriger Artikel
Mann findet 10.000 Euro im Sperrmüll
Nächster Artikel
Vater von Amokläufer Tim K. verklagt Klinik

Wegen Steuerhinterziehung muss Rapper Bushido eine Geldstrafe von 135.000 Euro zahlen.

Quelle: Britta Pedersen/dpa

Berlin. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen Bushido jahrelang ermittelt und schließlich einen Strafbefehl beantragt. Gegen diesen habe der Rapper keinen Einspruch erhoben, sagte die Sprecherin des Berliner Landgerichts, Lisa Jani, am Mittwoch. Damit sei die Strafe rechtskräftig. Andernfalls wäre es zu einem öffentlichen Strafverfahren gekommen. 

Bushido ist jetzt vorbestraft

Die Geldstrafe setzt sich aus Tagessätzen zusammen, die nach den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen berechnet werden. Wie viele Tagessätze bei Bushido zugrunde gelegt wurden, sagte die Sprecherin nicht. Sie bestätigte aber, dass es mehr als 90 sind. Damit gilt der Musiker, der mit bürgerlichem Namen Anis Mohamed Youssef Ferchichi heißt, als vorbestraft.

Nähere Angaben machte die Gerichtssprecherin nicht, weil man sonst auf die Höhe des Einkommens schließen könnte – dies sei aber durch das Steuergeheimnis geschützt, erklärte Jani. Das Management von Bushido wollte sich auf Anfrage nicht äußern.

Verdacht einer Steuerstraftat

Im November 2013 hatte die Staatsanwaltschaft das Privathaus des Rap-Musikers in Wannsee durchsucht. Es gehe um den Verdacht einer Steuerstraftat, sagte der Sprecher der Ermittlungsbehörde, Martin Steltner damals. Die Fahnder durchsuchten zudem eine Steuerberatungskanzlei sowie mehrere Privat- und Geschäftsadressen von Bushidos Management.

Im November 2015 wurden außerdem Häuser von Bushido in Berlin und Kleinmachnow durchsucht. Hintergrund war ein angeblicher Einbruch in ein Geschäft für exotische Fische und Korallen in Berlin-Steglitz, das Bushido gehört, wie ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft damals sagte. Es bestehe der Verdacht, dass der Einbruch nie stattgefunden habe.

are/dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama
Familiendrama mit sechs Toten in Österreich

Ein Familiendrama erschüttert Österreich. Eine Frau soll mehrere Angehörige erschossen haben.