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Panorama Bushidos Anwesen droht die Zwangsversteigerung
Nachrichten Panorama Bushidos Anwesen droht die Zwangsversteigerung
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21:13 28.07.2018
Das Anwesen von Rapper Bushido steht unter Denkmalschutz Quelle: MAZ/Claudia Krause
Kleinmachnow

 Um das Anwesen des Rappers Bushido und seines ehemaligen Partners Arafat Abu-Chaker gibt es heftigen Streit, es soll nun wohl sogar zwangsversteigert werden.

Wie die „Märkische Allgemeine“ berichtet, hatten der Musiker, der mit bürgerlichem Namen Anis Mohamed Youssef Ferchichi heißt, und sein damals engster Vertrauter Abu-Chaker das rund 16.000 Quadratmeter große Grundstück gekauft. Gemeinsam sind sie Eigentümer der Fläche und der Villen, die darauf stehen. Rund sechs Jahre lang wurden die Gebäude saniert, ein Neubau errichtet, es gab Rechtsstreits wegen des unerlaubten Fällens alter Kiefern und des Abrisses des denkmalgeschützten Tores.

Heute steht das Tor wieder – doch die Freundschaft der beiden Eigentümer, die einst gegenseitig über Generalvollmachten verfügten, ist mittlerweile zerbrochen. Ende März dieses Jahres hatte Bushido bekannt gegeben, dass er seinen Weg in Zukunft ohne seinen langjährigen Kumpel fortführen werde, gab dazu aber keine weiterführende Erklärung ab.

Streit eskaliert bei Instagram

In den vergangenen Tagen ist die Situation dann eskaliert:  „Möge Allah solche Menschen zur Wahrheit leiten oder sie und ihre Familien vernichten“, hatte Abu-Chaker, Mitglied eines Berliner arabischen Clans, in einer Nachricht auf Instagram geschrieben. Kommentiert hatte er dies mit dem Vermerk „Das passt zu dir… bald“. Anna-Maria Ferchichi, seit 2012 Bushidos Ehefrau, interpretierte dies als Drohung gegen ihre Familie. Gemeinsam mit dem Rapper hat die Schwester der Sängerin Sarah Connor vier Kinder, um die sie sich jetzt sorgt.

„Bist du noch ganz sauber?“ fragte sie Abu-Chaker in einem Gegenpost und warf ihm unter anderem vor: „Abartiger Mensch bist DU“. In einem weiteren Post kommentierte sie, dass jeder wisse, „DU feiger Typ stehst dahinter“, wenn ihrer Familie etwas passiere. Sie gab an, dass Abu-Chaker wohl über Bushidos Anwalt die Nachricht über die geplante Zwangsversteigerung des gemeinsamen Hauses erhalten habe, „da eine friedliche Lösung mit diesem Menschen nicht klappte“, so Ferchichi. Jede Partei würde die Hälfte des Erlöses erhalten.

Mögliche Zwangsversteigerung

Laut Bild-Zeitung seien der Rapper und seine Familie bereits vor Monaten aus dem Anwesen ausgezogen, um eine gütliche Einigung zu ermöglichen. Ein Gutachter sei bestellt worden, um den Wert der Liegenschaft zu schätzen und Arafat hätte diese mit der Zahlung von sieben Millionen Euro übernehmen können. Da er darauf nicht reagiert habe, ginge das Eigentum nun in die Zwangsversteigerung.

Am zuständigen Potsdamer Amtsgericht weiß man unterdessen noch nichts von einer entsprechenden Zwangsversteigerung. „Der zuständigen Abteilung liegt noch nichts vor“, erklärte am Freitagvormittag Gerichtssprecher Wolfgang Peters.

Haus steht unter Denkmalschutz

Rapper Bushido hatte das Anwesen mit dem ehemaligen Seemannserholungsheim in Kleinmachnow im Herbst 2011 erworben. Das Ensemble steht unter Denkmalschutz, das Landesdenkmalamt hatte es 2008 auf die Denkmalliste gesetzt. Erbaut wurde das Seemannserholungsheim 1910 in der damals noch zu Zehlendorf gehörenden Kleinmachnower Villenkolonie.

Von Konstanze Kobel-Höller/MAZ/RND

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