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CSU-Politiker gibt Sex mit Jugendlicher zu

Vorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs CSU-Politiker gibt Sex mit Jugendlicher zu

Der ehemalige CSU-Landtagsabgeordnete Michael Brückner hat zugegeben, dass er mit einem Mädchen Sex hatte, das damals 15 oder 16 Jahre alt war. "Herr Brückner schämt sich zutiefst", teilte seine Anwältin mit.

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Der ehemalige CSU-Landtagsabgeordnete Michael Brückner hat eingeräumt, mit einer 16-Jährigen Sex gehabt zu haben.

Quelle: Daniel Karmann

Nürnberg. "Herrn Brückner werden zwei einvernehmliche sexuelle Handlungen mit einer Jugendlichen gegen Entgelt vorgeworfen. Die erste Begegnung fand am Tag vor dem 16. Geburtstag der Jugendlichen statt. Bei dem zweiten Treffen kam es zum Geschlechtsverkehr", heißt es in einer Erklärung seiner Rechtsanwältin Franziska Fladerer vom Mittwoch. Zuvor war bekannt geworden, dass die Staatsanwaltschaft wegen sexuellen Missbrauchs einer Jugendlichen gegen Brückner (51) ermittelt.

Der Kontakt zu dem Mädchen war der Erklärung zufolge über öffentliche Inserate der Jugendlichen zustande gekommen. "Herr Brückner schämt sich zutiefst für sein Verhalten und dankt seiner Familie für die Unterstützung." Brückner hatte am Dienstag unter Verweis auf private Gründe den Rücktritt von seinen Ämtern in der Partei und beim Bayerischen Bauernverband erklärt und sein Mandat niedergelegt.

Bröckner tritt von allen Ämtern zurück

Der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) hatte betroffen auf die Missbrauchs-Vorwürfe gegen Brückner reagiert. "Wir sind alle sehr schockiert. Dies sind schwere Vorwürfe. Wenn sie sich bestätigen sollten, handelt es sich um schwere menschliche Verfehlungen", sagte Söder am Mittwoch. Bröckner steht im Verdacht, im Dezember vergangenen Jahres gegen Geld Sex mit einem Mädchen gehabt zu haben.

Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte, verweigerte Bröckner gegenüber den Ermittlern bisher die Aussage. Seine Immunität sei bereits aufgehoben gewesen. Bei ihm seien bei Durchsuchungen auch Beweismittel wie Computer sicher gestellt worden, die nun ausgewertet würden. Hinweise auf andere Straftaten hätten sich bisher nicht ergeben. Im Fall eines Prozesses drohe dem Politiker eine Strafe von bis zu fünf Jahren Haft.

Brückner, der seit 2011 Kreisvorsitzender der CSU Nürnberg-Nord und seit 2013 Mitglied des Landtags war, war am Dienstag von seinen Ämtern in der Partei und beim Bayerischen Bauernverband zurückgetreten und hatte auch sein Mandat niedergelegt.

dpa/RND

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