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Ungewöhnliche beste Freundinnen

Chelsea Clinton und Ivanka Trump Ungewöhnliche beste Freundinnen

Die Eltern verbindet eine der stärksten Feindschaften, die derzeit in den USA vorstellbar ist: Chelsea Clintons Mutter und Invanka Trumps Vater – beide wollen ins amerikanische Präsidentenamt. Dennoch sind die Töchter Freundinnen.

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Bis jetzt verbindet sie mehr als sie trennt: Chelsea Clinton (l.) und Ivanka Trump.

Quelle: Andrew Gombert und Justin Lane/epa

Washington. Hier: die Töchter. Die schwärmen öffentlich von der Klugheit der anderen, sie loben und sie mögen sich. Chelsea Clinton (35) und Ivanka Trump (33) verbindet eine enge Freundschaft voller Respekt. Dort: die Eltern. Hillary Clinton und Donald Trump knallen sich im Vorwahlkampf um das Weiße Haus böse Worte um die Ohren, lassen am anderen kein gutes Haar. Die Eltern giftige Kontrahenten, die Töchter fröhliche Freundinnen.

Donald Trump über Hillary: "Schlechteste Außenministerin aller Zeiten! Verzweifelt und traurig!" Hillary über Donald: "Der Kerl übertreibt so dermaßen. Er ist beleidigend, abscheulich, suchen Sie sich's aus!" Dass Trump mal ordentlich Geld für Hillarys Stiftung gespendet hat – vergessen. Dass Hillary 2005 bei Trumps Hochzeit nebst Empfang war – will heute keiner wissen, passt gerade nicht ins Bild.

Wie anders die Töchter! "Es gibt nichts Oberflächliches an Ivanka", schwärmt Chelsea. "Ihre bewusste Art erinnert mich an die Fähigkeit meines Vaters, sofort jeden Raum mit seiner Fröhlichkeit anzustecken." Ivanka kommentiert Chelseas Tweets gerne mit "weise Worte". Man promeniert gemeinsam bei der "Glamour"-Gala, diniert im Narcissa im East Village in New York und lässt nichts aufeinander kommen.

"Es gibt so vieles, was Ivanka und Chelsea aneinander verstehen. Wenn überhaupt irgendwer begreift, was Chelsea durchgemacht hat, dann ist es Ivanka", sagt Emily Heil von der "Washington Post" zu CNN. In der Tat haben die beiden Frauen einiges gemeinsam. Beide wissen sehr genau, wie es sich anfühlt, im gleißenden Licht der Öffentlichkeit zu stehen. Als Tochter von US-Präsident Bill Clinton wohnte Chelsea im vermutlich berühmtesten Haus der Welt. Als Tochter des Immobilienmilliardärs Donald war auch Ivanka früh Teil elitärster Kreise, viel unbeobachtetes Privatleben gab es nicht.

Chelsea Clinton (l.) und Ivanka Trump verbindet neben ihren Eltern vieles: Beide wohnen in Manhatten, beide sind junge Mütter, beide sind mit einem Mann jüdischen Glaubens verheiratet.

Quelle: EPA/ANDREW GOMBERT; EPA/PETER FOLEY

Beide wohnen in Manhatten, beide sind junge Mütter, aber so richtig zusammengebracht hat, schreibt die "Los Angeles Times", sind ihre Ehen. Beide heirateten Männer jüdischen Glaubens. Chelsea, eine Methodistin, ehelichte 2010 Marc Mezinsky. Ivanka konvertierte sogar zum Judentum, bevor sie 2009 Jared Kushner heiratete. Die beiden Paare gingen sogar zusammen aus – auf Doppeldates.

Nun sind amerikanische Wahlkämpfe ja für viele eine echte Prüfung – sicher auch für diese ungewöhnliche Freundschaft. Beide Frauen gelten als 100 Prozent loyal zu ihren Familien. Sie könnten, denkt CNN, nun wohl durchaus mithelfen, das Image von "The Donald" und der ehemaligen First Lady aufzupolieren. Auf dass es menschlicher werde und auch weicher. In der Tat ist da noch Luft, jeweils.

Martin Bialecki/aks

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