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Bundesweit größter Drogen-Webshop zerschlagen

"Chemical-love.to" Bundesweit größter Drogen-Webshop zerschlagen

Fahnder haben nach eigenen Angaben Deutschlands größten illegalen Internet-Shop für Drogen zerschlagen. Bei einem Zugriff am 14. April in Rülzheim (Rheinland-Pfalz) sowie in Stuttgart und Weissach (Baden-Württemberg) nahmen sie fünf Männer zwischen 21 und 60 Jahren fest.

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Kokain via Internet: Über "chemical-love.to" wurden diverse Drogen online verkauft und per Post zugestellt (Symbolbild).

Quelle: Christian Charisius/dpa

Rülzheim. Im Keller eines Wohnhauses in Rülzheim stellten die Beamten 54 Kilogramm Amphetamine, vier Kilogramm Heroin, 1,3 Kilogramm Kokain und 25.000 Ecstasy-Tabletten sicher. Die mutmaßliche Bande namens "Chemical-Love" soll nach Online-Bestellungen mindestens 1500 Drogenverkäufe im Gegenwert von etwa 1,3 Millionen Euro per Postversand abgewickelt haben.

Ihre "Ware" hätten die Männer laut Staatsanwaltschaft über zwei verschiedene Kanäle vertrieben - zum einen über ein deutschsprachiges Dark-Market-Forum sowie über einen eigenen Webshop mit dem Namen "chemical-love.to", wobei die Endung "to" für Tonga steht, die Seite somit offenbar in dem karibischen Königreich registriert war.

Vertrieb auch über das offene Netz

Der Webshop sei sowohl über das offene Internet sowie über das Darknet verfügbar gewesen. Wobei die Bestellung, zumindest im offenen Teil, über ein gängiges Warenkorbsystem abgewickelt wurde. Die Bezahlung der georderten Betäubungsmittel sei ausschließlich über die Internetwährung "Bitcoin" gelaufen, heißt es in der Erklärung der Staatsanwaltschaft weiter. Die "Ware" schließlich kam, ganz klassisch, per Post. Bis zu 50 Sendungen pro Tag hätten die mutmaßlichen Täter so verschickt.

Auf die Spur der Tatverdächtigen waren die Ermittler im Zusammenhang mit einer internationalen Initiative zur Bekämpfung illegaler Handelsplätze im Internet gestoßen. Dabei werden gezielt Dark-Market-Foren und illegale Webshops untersucht. Die Gruppe "chemical-love" hatte ihren Webshop demnach mindestens seit Mai vergangenen Jahres betrieben.

dpa/caro

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