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Panorama Nicht von diesem Planeten
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00:22 21.08.2015
Von Dirk Schmaler
Völlig losgelöst: Astronaut Chris Hadfield macht Musik im All. Quelle: dpa/epa/Nasa/CSA/Chris Hadfield
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Hannover

Musiker sind auf der Suche nach dem richtigen Raum schon immer wählerisch gewesen. Der Raum, so sagen es Toningenieure auf der ganzen Welt, macht den Ton. Er macht die musikalische Darbietung lebendig, lässt Instrumente und Stimmen besonders klingen und inspiriert Musiker durch sein Ambiente im besten Fall zu besonderen Momenten. Der kanadische Astronaut Chris Hadfield hat für sein neues Album einen Raum gefunden, der einzigartiger nicht sein könnte: den Weltraum. Er hat eine Platte im All aufgenommen. Ein Stück Musik, von dem nicht nur begeisterte Kritiker werden behaupten können, es sei nicht von diesem Planeten.

Hadfield war zwischen Dezember 2012 und Mai 2013 als Kommandant der Internationalen Raumstation ISS im All. Schon damals machte der Astronaut mit dem Schnauzbart und der melancholischen Stimme von sich reden, als er mit seiner Gitarre durch die Raumkapsel schwebte und dabei eindringlich und vor einem Millionen-Youtube-Publikum David Bowies "Space Oddity" interpretierte. Mehr als 26 Millionen Menschen haben das Video bislang gesehen.

Offenbar hat der Kanadier, der die Raumfahrtbehörde mittlerweile verlassen hat, neben seinen Verpflichtungen im All immer wieder Zeit fürs Aufnehmen seiner Songs gefunden. Insgesamt elf Lieder sollen auf der für Oktober angekündigten CD "Space Sessions: Songs From A Tin Can" zu finden sein – alle mit hübscher Aussicht auf die Erdkugel aufgenommen. "Am Ende hatte ich nicht nur erfolgreich ein Raumschiff kommandiert, sondern kam auch mit Songs nach Hause, die so aufgenommen wurden, wie Musik noch nie aufgenommen worden ist", schreibt der 55-Jährige auf seiner Website.

Der besondere Ort habe seine Musik verändert. "Einige Titel habe ich völlig neu geschrieben, inspiriert davon, dort oben zu sein." Die Schwerelosigkeit und die Enge rund 400 Kilometer über der Erde komplizierten die Arbeit am Album. Die Saiten der Gitarre bewegen sich ohne Schwerkraft anders, auch die Stimmkontrolle ist schwieriger. "Es ist kein einfacher Ort für Aufnahmen, aber ein spaßiger", sagt Hadfield. Das Genre Space Rock zumindest hat er damit neu definiert.

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