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Wrackteil soll zur MH370 gehören

Malaysischer Minister gibt Auskunft Wrackteil soll zur MH370 gehören

Ein malaysischer Minister hat es nun bestätigt: Bei dem Wrackteil, das auf der Insel Le Réunion gefunden wurde, handelt es sich "beinahe sicher" um ein Stück der verschwundenen Malaysia-Airlines-Maschine MH370.

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Eine malaysische Buddhistin betet für die 239 Opfer des Flugzeugabsturzes. Die Angehörigen der Passagiere schöpfen bisher wenig Hoffnung aus dem Fund eines Wrackteils auf La Réunion.

Quelle: dpa

Sydney/Peking. Der malaysische Vize-Transportminister hat den Verdacht nun bestätigt: Bei dem Wrackteil, das auf der Insel Le Réunion gefunden wurde, handele es sich "beinahe sicher" um ein Stück der verschwundenen Malaysia-Airlines-Maschine MH370, berichtet der Guardian. Flugzeugexperten arbeiten weiter mit Hochdruck an der Identifzierung des im Indischen Ozean angespülten Flugzeugwrackteils. 

US-Ermittler wollen auf Fotos ein Merkmal entdeckt haben, das eindeutig auf eine Boeing 777 hinweise, berichtete der US-Sender CNN am Donnerstag. MH370 war eine Boeing 777, die am 8. März 2014 auf dem Weg von Kuala Lumpur in Südostasien nach Peking vom Radar verschwand. An Bord waren 239 Menschen. Nach dem jüngsten Fund sprach der französische Luftsicherheitsexperte Xavier Tytelman von einer unglaublichen Ähnlichkeit zwischen dem gefundenen Wrackstück und einem Teil eines Ruders einer Boeing 777. Auf seinem Twitter-Account und seinem Blog veröffentlichte er eine Skizze dazu. "In einigen Tagen werden wir eine sichere Antwort haben", schrieb Tytelman.

Das rund zwei Meter lange Tragflächenstück war nach Berichten lokaler Medien an der Küste im Osten der Insel im Indischen Ozean gefunden worden. Auch wenn La Réunion 2000 Kilometer westlichen Australiens, dem Flugziel der Maschine, liegt, passt der Fundort zum Suchgebiet, sagte Australiens Verkehrsminister Warren Truss. Das könnte an den Ozeanströmungen liegen, vermutet die Zeitung "Wall Street Journal" in einer aktuellen Grafik.

Malaysia Airlines wollte sich an Spekulationen über den Fund zunächst nicht beteiligen. "Im Moment wäre es für die Airline zu früh, über die Herkunft des Objekts zu spekulieren", teilte Malaysia Airlines am Donnerstag in Kuala Lumpur mit.

Die Mehrheit der Passagiere von MH370 stammte aus China. Angehörige äußerten sich skeptisch über den Fund. Viele fürchten, es handele sich nur um ein Gerücht und warten auf eine offizielle Bestätigung. "Es ist so weit weg, wo sie das Teil gefunden haben", wunderte sich Liu Dongliang, dessen Bruder an Bord der Maschine war. "Die Nachricht kommt nicht von einer offiziellen Quelle, deswegen bezweifle ich, das es wahr ist", sagte Liu Dongliang am Donnerstag telefonisch.

Frank Walker/Christiane Oelrich

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