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06:41 17.09.2015
Auf Spleen24.de sammelt Blogger Christian Brandes alias Schlecky Silberstein die verrücktesten Macken. Quelle: Screenshots Spleen24, dpa
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Hannover

Der Klassiker unter den Gewohnheiten, die man einfach nicht los wird, ist wohl der Gedanke an den nicht ausgeschalteten Herd. "Wenn ich die Wohnung schon verlassen habe, muss ich oft wieder zurückgehen und nachschauen, ob der Herd aus ist", berichtet ein User auf einem Blog, das seit Jahren die irrsinnigsten Eigenarten zusammenstellt.

Auf Spleen24.de sammelt Blogger Christian Brandes alias Schlecky Silberstein die verrücktesten Spleens. Bereits 2010 hat der 31-Jährige die Seite veröffentlicht. Angefangen hat es als Online-Experiment, als digitale Spielerei, aber als nach zehn Minuten schon 150 Beiträge online waren, wusste Brandes, dass er einen Nerv getroffen hat. Hunderte Menschen wollten über die Marotten schreiben, die ihnen den letzten Nerv rauben. Neuerdings gibt es die skurrilen Gewohnheiten auch in Buchform. "Ich kann keine Wurstzipfel essen: und 999 weitere seltsame Angewohnheiten" lautet der Titel der "größten Spleen-Sammlung der Welt", wie es in der Beschreibung heißt.

Dabei ist nicht jede neurotische Marotte unproblematisch. Der Übergang in ein süchtiges oder zwanghaftes Verhalten ist schleichend. Ein unerwartetes Beispiel ist der Lippenpflegestift: "Man gewöhnt sich an das weiche Gefühl der Lippen", sagt Maja Hofmann von der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie an der Charité Berlin. Deshalb leckt man öfter drüber, die Lippen werden trocken, und man braucht Nachschub. Das verstärkt sich, wenn man Lippenpflegestifte mit Geschmack verwendet: Man leckt noch häufiger über die Lippen. Den eigenen Fettgehalt der Haut reduzieren die Lippenpflegestifte aber normalerweise nicht. "Nur, wenn man wirklich viel cremt, minimiert man die eigene Talgproduktion der Haut", sagt Hofmann.

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Die Knöpfe der Bettdecke müssen unbedingt ans Fußende und das Taschentuch in der Mitte gefaltet werden. Welche skurrilen Macken fast jeder aus dem Alltag kennt, sehen Sie in unserer Bildergalerie.

Sowohl das Buch von Brandes als auch das Blog zeigen aber, dass wir mit unseren skurrilen Gewohnheiten oft gar nicht allein sind: Auf Spleen24 können Neurotiker nicht nur ihre Eigenheiten veröffentlichen, sondern diese auch mit der Öffentlichkeit teilen, wenn es ihnen genauso geht. Einer der Spleens, den besonders viele teilen, ist übrigens, vor dem Schlafengehen die Stunden bis zum Klingeln des Weckers zu zählen. Über 150 User haben angegeben, dass sie dieselbe Angewohnheit haben.

are/aks/Elena Zelle

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