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Der Karlspreis geht an Papst Franziskus

Hohe Auszeichnung Der Karlspreis geht an Papst Franziskus

Europa-Preis für den Papst: Zum zweiten Mal geht der Aachener Karlspreis an den Heiligen Vater. Nach dem Polen Johannes Paul II. ist nun der Argentinier Franziskus der Geehrte.

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Nach Papst Johannes Paul II. erhält auch Papst Franziskus den Karlspreis.

Quelle: Claudio Peri/epa

Aachen. Der Karlspreis 2016 geht an Papst Franziskus. Das gaben das Karlspreisdirektorium und die Stadt Aachen am Mittwoch bekannt. Die Preisverleihung soll - anders als üblich - 2016 allerdings nicht in Aachen stattfinden, sondern in Rom. Ein genauer Termin steht noch nicht fest. Der Preis wird seit 1950 für besondere Verdienste um die europäische Einigung verliehen.

Die Europäische Union habe in den vergangenen Jahren Krisen und Rückschläge erlebt, stellte das Karlspreisdirektorium in der Begründung fest. "In dieser Zeit, in der viele Bürgerinnen und Bürger in Europa Orientierung suchen, sendet Seine Heiligkeit Papst Franziskus eine Botschaft der Hoffnung und der Ermutigung aus", hieß es wörtlich. Der Papst sei eine "Stimme des Gewissens", die mahne, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Und die daran erinnere, dass Europa verpflichtet sei, Frieden, Freiheit, Recht, Demokratie und Solidarität zu verwirklichen - aufbauend auf den Idealen seiner Gründungsväter.

2015 hatte EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz die Medaille erhalten. Auch ein Papst wurde schon mal ausgezeichnet - Johannes Paul II. erhielt 2004 in Rom allerdings einen "außerordentlichen" Karlspreis. Bei Franziskus handelt es sich hingegen um die traditionelle Auszeichnung. Er ist der 58. Träger des Preises, der nach Karl dem Großen (747/748-814) benannt ist.

dpa

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