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Der Sommer lässt weiter auf sich warten

Verregneter Juli Der Sommer lässt weiter auf sich warten

Unbeständig, Regen, kühle Temperaturen – die Prognosen des Deutschen Wetterdienstes für die letzten Julitage sind alles andere als sommerlich. Doch das Institut macht Hoffnung: „Der Sommer ist noch nicht beendet.“

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Unbeständig, Regen, für die Jahreszeit zu kühl, prophezeit der Deutsche Wetterdienst für die Tage bis Monatsende.

Quelle: dpa

Hamburg. Die Wetterprognosen sind für die letzten Julitage alles andere als sommerlich. Unbeständig, Regen, für die Jahreszeit zu kühl, prophezeit der Deutsche Wetterdienst (DWD) für die Tage bis Monatsende. Doch DWD-Meteorologe Gerhard Müller-Westermeier macht ein wenig Hoffnung: „Der Sommer ist noch nicht beendet.“ Tage mit einem Temperaturmaximum von mindestens 25 Grad könne es bis in die zweite Septemberhälfte hinein geben.

Über eine Woche hinaus seien aber keine sinnvollen und verlässlichen Wettervorhersagen möglich. „Allenfalls lässt sich der allgemeine Charakter einer Jahreszeit abschätzen - ob über- oder unterdurchschnittlich warm, ob nass oder trocken - wobei die Trefferquote aber auch nur bei rund 60 Prozent liegt.“

Der DWD führe keine eigenen Berechnungen dieser Art durch, überwache und interpretiere jedoch entsprechende Angebote anderer Institutionen - zum Beispiel des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersagen. Danach soll der Sommer 2011 im Mitteleuropa etwas wärmer als im langjährigen Durchschnitt sein, während beim Niederschlag keine besonderen Abweichungen vom Normalwert erwartet werden, sagt Müller-Westermeier.

Es gebe jedoch keine allgemein gültigen Definitionen für einen zu kalten oder zu warmen Sommer. „Am ehesten macht man das am Mittelwert und der Standardabweichung fest“, erklärt der Wetterexperte. Für Schleswig-Holstein liege die Mitteltemperatur im „klimatologischen“ Sommer (Juni-August) bei 16,0 Grad Celsius und die Standardabweichung bei 0,9 Grad, sodass ein Sommer mit einer Mitteltemperatur von mehr als 16,9 Grad als zu warm und ein Sommer mit einem Mittel unter 15,1 Grad als zu kalt anzusehen wäre.

Hochwasseralarm in Brandenburg

Nach den ergiebigen Niederschlägen in der Lausitz ist für die Spree in Südbrandenburg derweil Hochwasseralarm ausgerufen worden. Der Fluss stieg schnell an und erreichte am Freitag am Pegel Spremberg (Spree-Neiße) die Alarmstufe 2. Das Cottbuser Hochwassermeldezentrum registrierte gegen Mittag einen Wasserstand von 3,41 Meter, das ist etwa doppelt so hoch wie sonst um diese Jahreszeit. Auch an der Lausitzer Neiße wurde die Hochwasserwelle aus Ostsachsen erwartet, dort könnte am Wochenende der Richtwert für die zweithöchste Alarmstufe 3 erreicht werden. Wegen des abziehenden Regens stabilisiere sich die Hochwasserlage in der Lausitz langsam, sagte Matthias Freude, Präsident des Landesumweltamtes. Er rechnet für die Spree und die Neiße am Wochenende nicht mit der höchsten Alarmstufe 4. «Aus heutiger Sicht wird es diesmal nicht so dramatisch wie im vorigen Sommer.»

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in Potsdam wurde die bestehende Unwetter-Warnung um nördliche Landkreise erweitert und bis Freitagnachmittag auf das gesamte östliche Brandenburg ausgedehnt. An manchen Orten seien ergiebige Niederschläge gemessen worden. So registrierten die Meteorologen binnen 24 Stunden bis Freitagfrüh 79 Liter pro Quadratmeter in Hohenreinkendorf (Uckermark) und 60 Liter in Zehdenick (Oberhavel). Im sächsischen Bad Muskau an der Neiße waren es sogar 105 Liter, in Cottbus nur 31 Liter.

Hitzewelle in den USA

In den USA ist indes kein Ende der Hitzewelle in Sicht. Auch am Freitag bereiteten sich Metropolen wie New York und Washington auf Temperaturen um die 40 Grad vor. Millionen Amerikaner vom Mittleren Westen bis zur Ostküste leiden seit rund einer Woche unter der Wetterlage. Mehr als 20 Menschen sind bisher ums Leben gekommen.

Im Raum Washington wurden erste Stromausfälle gemeldet - ohne Klimaanlage steigen die Temperaturen in Wohnungen aber ins Unerträgliche. In mehreren Städten wurden «Kühlungszentren» geöffnet, in die sich ärmere Menschen aus Wohnungen ohne Klimaanlage flüchten können. Auch am Wochenende rechnen die Meteorologen kaum mit Erleichterung.

jhe/dpa

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