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Panorama So lacht das Netz über Donald Trumps Frisur
Nachrichten Panorama So lacht das Netz über Donald Trumps Frisur
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19:26 06.08.2015
Der neue Trend: Trump your Cat. Quelle: The Sun/Screenshot HAZ
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New York

Ob nur teurer PR-Gag oder tatsächlich ernst gemeinter Vorstoß in die Politik: Wenn sich Hotelmilliardär Donald Trump im Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur der Republikaner äußert, lassen die Reaktionen nicht lange auf sich warten. Die Netzgemeinde scheint aber etwas ganz anderes an dem 69-Jährigen zu faszinieren: seine unverkennbare Frisur. "Donald Trump hat meine Haare gestohlen", prangt es in dicken Buchstaben unter dem Bild des zotteligen Weltraumwesens Alf, des außerirdischen TV-Lieblings aus den Achtzigerjahren.

Das Internet ist voll mit solchen Bildern und Montagen, die Trumps markante Föhnfrisur ins Lächerliche ziehen. Bei den Usern kommt diese Art von Hohn gut an, längst haben sich unter ihnen Spitznamen wie "Donald 'die Frisur" Trump' oder "Toupetträger Trump" für den Präsidentschaftsaspiranten etabliert. So präsentierte die "Huffington Post" erst vor Kurzem ihren Lesern das Bild einer stark behaarten Raupe, die Trumps Frisur zum Verwechseln ähnlich sah. Andere Nutzer folgten dem Beispiel und stellten auf Twitter oder Facebook Bilder ihrer Haustiere mit entsprechender Frisur online.

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Das Ergebnis: Dutzende Meerschweinchen, Hunde und Katzen - sie alle mit der charakteristischen Föhnwelle, die der originalen Haartracht Trumps häufig in nichts nachsteht. "Wenn Donald Trump für das Amt des Präsidenten kandidieren kann, dann kann das auch mein Hund Lou", schreibt eine Twitter-Nutzerin unter dem Bild ihres Vierbeiners. Unter dem Hashtag #trumpyourcat werden Katzen gesucht, die es mit der Trump'schen Frisur aufnehmen können. So sind beim Online-Dienst Instagram schon fast 10.000 Bilder und Videos eingestellt worden. Für den Trend gibt es sogar eine Anleitung: Zuerst wird die Katze gebürstet, die ausfrisierten Haare müssen zu einem Toupet geformt und auf den Kopf der Mieze gesetzt werden. Fotografieren - fertig ist das "Trumpie".

Vor allem im amerikanischen Fernsehen wird die Tolle gehörig aufs Korn genommen. Ein Trailer der kommenden Staffel der Kult-Zeichentrickserie "Die Simpsons" zeigt die Hauptfigur Homer, wie er sich versehentlich in Trumps Haaren verliert und darin ein ganzes Paralleluniversum entdeckt. Und auch ein Moderator wie Jimmy Fallon freut sich über die Gratisvorlage für Sticheleien in seiner Late-Night-Show. In seiner "Tonight Show" setzte er schon einmal probehalber dem Weißkopfseeadler, dem Wappentier der Vereinigten Staaten, die Donald-Trump-Frisur auf. "So würde unser Adler wohl aussehen, wenn Trump wirklich Präsident werden sollte", witzelte Fallon.

Seit Jahren wird auf diversen Internetseiten gerätselt, was hinter der Trump'schen Welle steckt: vielleicht eine raffinierte Kämmtaktik, um eine drohende Glatze zu kaschieren? Oder gar ein Toupet? Trump selbst scheint mit der eigenwilligen Mähne recht zufrieden zu sein: In einem Interview des Magazins "Rolling Stone" hatte er 2011 sogar das Geheimnis seiner Frisur preisgegeben. Demnach wäscht er sie zunächst und lässt sie danach an der Luft trocknen. Der berühmte Look entstehe dann, wenn er die Haare wiederholt "ein klein wenig nach vorne und zurück" kämme.

Wem das nicht anschaulich genug war, für den veröffentlichte das Magazine "Time" sogar eine schrittweise Anleitung zur Nachahmung der authentischen Trump-Frisur: für den Milliardärslook zum Selberföhnen. Experten geben zu bedenken: "Natürlich braucht man tonnenweise Haarspray, um diesen Look zu fixieren", sagt Roberto Laraia, Art Director des Zentralverbandes des deutschen Friseurhandwerks.

Der milliardenschwere Unternehmer Trump führt in derzeitigen Umfragen zu den republikanischen Vorwahlen vor etablierten Konkurrenten wie Jeb Bush und Scott Walker. Bei einer möglichen Nominierung werden Trump bei den Hauptwahlen gegen die demokratische Favoritin Hillary Clinton aber keine Chancen geben. Und das ist gut so. Denn seine Aussagen sind zum Haare raufen.

Etwa forderte Trump, einen Zaun an die mexikanische Grenze zu bauen, um Einwanderer aus dem Süden auszusperren. Diese seien nämlich meist Verbrecher, oft gar Vergewaltiger, wie er tatsächlich meinte. Trump erklärte auch, Golf sei nur etwas für reiche Männer. Und er veröffentlichte die Privatnummer seines Konkurrenten Lindsey Graham - nachdem er sich mit dem liberaleren Senator aus South Carolina in die Haare geraten war.

Von Fabian Wegener und Sonja Fröhlich

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