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Deutscher erschießt legendären Elefanten

Tierschützer entsetzt Deutscher erschießt legendären Elefanten

Drei Monate nach dem Tod des berühmten Löwen Cecil hat ein deutscher Jäger in Simbabwe einen mehr als 50 Jahre alten legendären Elefanten erschossen. Er soll dafür mehr als 50.000 Euro bezahlt haben.

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Afrikanischer Elefant (Symbolbild): Ein deutscher Jäger soll in Simbabwe einen mehr als 50 Jahre alten Elefanten getötet haben.

Quelle: Symbolbild

Harare/London. Der Elefant sei von dem deutschen Touristen außerhalb des Gonarezhou-Nationalparks getötet worden, sagte der Präsident des Safari-Veranstalterverbandes, Emmanuel Fundira, am Freitag. Das Tier sei derart imposant gewesen, dass seine Stoßzähne fast bis zum Boden gingen, schilderte Fundira. Ähnlich wie Löwe Cecil sei auch der Elefant ein "nationaler Schatz" gewesen, "der hätte geschützt werden müssen, statt ihn zu töten".

Johnny Rodrigues von der Tierschutzorganisation Zimbabwe Conservation Task Force äußerte sich entsetzt: "Man kann nicht einfach ein derart symbolträchtiges Tier töten", klagte er. Die riesigen Stoßzähne des Elefanten hätten 54 Kilo gewogen. Der britische Telegraph berichtet, der Deutsche habe für die Tour und die Jagderlaubnis knapp 53.000 Euro bezahlt. Die Zeitung druckte auch ein Foto, das den Mann zeigen soll.

Laut dem Bericht wurde der Elefant außerhalb des Gonarezhou-Nationalparks in einem privaten Jagdgebiet getötet. Eine Bestätigung dafür gab es noch nicht. "Wir haben davon gehört, dass dieser Elefant erschossen worden sein soll, und prüfen das, haben aber bisher keine Erkenntnisse dazu", sagte eine Nationalpark-Sprecherin. Mitarbeiter der Behörde seien angewiesen, "zu sehen, ob es diesen Jäger überhaupt gibt".

Anfang Juli hatte der Tod des berühmten Löwen Cecil weltweit Schlagzeilen gemacht. Der 13-jährige Star des Hwange-Nationalparks war von einem US-Zahnarzt mit Pfeil und Bogen erlegt worden. Die Behörden stellten die Ermittlungen gegen den Zahnarzt Anfang der Woche ein. Der Mann habe nicht gewusst, dass er mit der Tötung des Raubtiers gegen die Gesetze verstieß, hieß es zur Begründung.

afp/dpa/wer

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