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Panorama Die Spur des Terrors – von Paris nach Brüssel
Nachrichten Panorama Die Spur des Terrors – von Paris nach Brüssel
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13:52 22.03.2016
Ein Polizist sperrt den Bereich rund um die Brüsseler Metrostation Maelbeek ab. Quelle: afp
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Brüssel

Rund vier Monate nach den islamistischen Anschlägen von Paris ist Brüssel von blutigen Attacken erschüttert worden. Nach den Attentaten am 13. November in der französischen Hauptstadt wurde schnell deutlich, wie gefährlich die Islamistenszene in der belgischen Hauptstadt ist - offenbar wurden die Anschläge in Paris von Brüssel aus geplant.

London, Madrid, Paris, Brüssel - seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA stehen auch europäische Metropolen im Fokus islamistischer Attentäter. Mehrfach diente der öffentliche Nahverkehr als Ziel.

Das passierte seit den Anschlägen in Paris:

2015

13. November: Bei einer Reihe von Anschlägen auf die Pariser Konzerthalle Bataclan, Bars und Restaurants sowie das Fußballstadion Stade de France töten schwerbewaffnete Islamisten 130 Menschen, hunderte weitere Menschen werden verletzt.

14. November: Zwei Komplizen holen den mutmaßlichen Mittäter Salah Abdeslam in Paris ab und fahren ihn zurück nach Brüssel. Dabei passieren sie sogar unbehelligt eine Polizeikontrolle. Bei den Ermittlungen zu den Anschlägen führen erste Spuren schnell in das Brüsseler Problemviertel Molenbeek, wo mehrere Verdächtige festgenommen werden. Mehrere der Selbstmordattentäter kamen aus Belgien.

16. November: Bei der Suche nach Abdeslam durchsucht die Polizei eine Wohnung in Molenbeek, gefunden werden "Spuren" des 26-Jährigen. Gegen die beiden festgenommenen Männer, die Abdeslam nach Brüssel gefahren hatten, werden Ermittlungsverfahren eingeleitet. In den folgenden Wochen werden in Belgien noch eine Reihe weiterer mutmaßlicher Komplizen formell beschuldigt.

18. November: Bei der Erstürmung einer verdächtigen Wohnung im nördlich von Paris gelegenen Saint-Denis werden der mutmaßliche Anschlagsdrahtzieher Abdelhamid Abaaoud, seine Cousine und der mutmaßliche Attentäter Chakib Akrouh getötet oder sprengen sich selbst in die Luft.

21. November: Für Brüssel wird die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen, die Behörden sprechen von konkreten Hinweisen auf mögliche Anschläge mit "Waffen und Sprengstoff". Fünf Tage später wird die höchste Warnstufe wieder aufgehoben.

10. Dezember: Bei der Durchsuchung einer Wohnung im Brüsseler Stadtteil Schaerbeek finden die Ermittler Sprengstoffspuren und Fingerabdrücke Abdeslams. Die Wohnung soll als Bombenbau-Werkstatt gedient haben. Bekanntgegeben wird dies erst einen Monat später.

29. Dezember: Die belgische Generalstaatsanwaltschaft verkündet die Festnahme mehrerer Verdächtiger wegen mutmaßlicher Anschlagspläne in der Silvesternacht. In Brüssel werden das große Feuerwerk und andere öffentliche Feierlichkeiten für den 31. Dezember abgesagt.

2016

15. März: Als belgische und französische Polizisten im Zuge der Ermittlungen zu den Pariser Anschlägen eine Wohnung im Brüsseler Vorort Forest durchsuchen wollen, geraten sie unter heftigen Beschuss. Die Polizei erschießt einen Verdächtigen, zwei Verdächtige können fliehen - unter ihnen offenbar Abdeslam. Der Tote wird später als Mohamed Belkaid identifiziert, der an der Vorbereitung der Attacken vom 13. November beteiligt gewesen sein soll.

18. März: Die Generalstaatsanwaltschaft bestätigt, dass in der Wohnung in Forest Fingerabdrücke Abdeslams gefunden wurden. Bei einem Polizeieinsatz wird der 26-Jährige am Nachmittag in Molenbeek angeschossen und festgenommen.

21. März: Die Behörden identifizieren den flüchtigen Najim Laachraoui als mutmaßlichen Komplizen der Attentäter von Paris. Nach Angaben aus französischen Polizeikreisen wurden DNA-Spuren des 24-Jährigen werden an bei den Anschlägen benutzten Sprengstoffen gefunden.

Am Flughafen und in der U-Bahn von Brüssel haben sich mehrere Explosionen ereignet. Nach Medienberichten gab es Tote und etliche Verletzte. Die Terrorwarnstufe in Belgien wurde auf die höchste Stufe angehoben

22. März: Bei Anschlägen auf den Flughafen von Brüssel und eine U-Bahn-Station werden zahlreiche Menschen getötet und verletzt. Die belgische Regierung ruft die höchste Terrorwarnstufe aus.

afp

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