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Taucher unterbrechen Suche nach Vermissten

Explosion in Duisburg Taucher unterbrechen Suche nach Vermissten

Eine Explosion erschüttert Europas größten Binnenhafen. Bei Arbeiten auf einem Tankschiff in Duisburg hat es mindestens zwei Tote gegeben. Ein Arbeiter wird noch vermisst. Die Suche nach ihm gestaltet sich schwierig.

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Taucher suchen bis in den Abend nach dem vermissten Arbeiter.

Quelle: Marcel Kusch

Duisburg. Bei einer  Explosion auf einem Tankschiff sind am Donnerstag in einer Duisburger Werft mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein dritter Arbeiter wurde trotz intensiver Suche auch Stunden nach dem Unfall am Abend noch immer vermisst. Für die Suche nach dem Mann wurden auch Taucher eingesetzt. Sie mussten diese aber am Abend wegen der Lichtverhältnisse unterbrechen, wie eine Sprecherin sagte.

Leichen 100 Meter weit geschleudert

Durch die Wucht der Detonation in einem der Laderäume wurde das Vorderdeck des Schiffes komplett zerstört. Das Schiff lag für eine Generalinspektion im Hafenbecken der Werft. Zwei Arbeiter wurden getötet und mehrere 100 Meter weit an Land geschleudert. Die Leichen wurden an einer Straße und auf Bahnschienen gefunden.

Ausgangspunkt für die Explosion waren nach ersten Erkenntnissen die Arbeiten auf dem Spezialtankschiff. Aus dem Laderaum drang nach dem Unglück dichter Rauch. Ein Löschboot war im Einsatz. Erst nach einer Stunde konnte ein Großaufgebot der Feuerwehr den Brand löschen. Die Polizei ging von einer Gasexplosion aus.

Die Staatsanwaltschaft schaltete einen Brandsachverständigen ein. Das Landesumweltamt ordnete Wasserproben an. Das 2005 gebaute und 110 Meter lange Binnentankschiff "Julius Rütgers" des Duisburger Großreeders Jaegers liegt in einem Hafenbecken auf dem Werftgelände neben einem weiteren Schiff. Tankschiffe dürfen eine Werft nur ohne Ladung anlaufen. Auch ein Gaszertifikat ist notwendig. Das Schiff befördert nach Angaben des Reeders unter anderem heißen Bitumen und Schweröle. Dafür ist es ausgerüstet.

dpa

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