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Silvesterpartys überall

Die Welt begrüßt 2012


Friedliche und fröhliche Silvesterpartys fast überall: In Berlin und New York lockten Musiker die Massen, Samoa schreibt Geschichte, und Japan begeht den Jahreswechsel nachdenklich.
Foto: Teenieschwarm Justin Bieber spielte am New Yorker Times Square im Konfettiregen.

Teenieschwarm Justin Bieber spielte am New Yorker Times Square im Konfettiregen.

© dpa

Hannover. Zischende Raketen, knallende Sektkorken und läutende Glocken: Milliarden Menschen auf der ganzen Welt haben fröhlich und lautstark ins Jahr 2012 gefeiert.

Großer Andrang in Berlin: Bei Deutschlands größter Silvesterparty am Brandenburger Tor in Berlin bejubelten Hunderttausende um Mitternacht ein spektakuläres Feuerwerk. Schon Stunden zuvor hatten Besucher aus aller Welt die Straße des 17. Juni in eine riesige Tanzfläche verwandelt – live begleitet von Musikern wie Udo Jürgens und den Scorpions. Auf der Partystraße zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule drängten sich die Menschen – kurz vor 23 Uhr meldete die Polizei: „Es kommt keiner mehr auf die Festmeile.“ 

Weniger Unfälle: In ganz Deutschland verliefen die Silvesterfeiern nach Angaben von Polizei und Feuerwehr friedlicher als in den vergangenen Jahren. Dennoch ereigneten sich auch wieder einige schwere Zwischenfälle mit Böllern. Bei der Explosion eines womöglich selbst gebauten Böllers kam in Göppingen (Baden-Württemberg) ein 27-Jähriger ums Leben. In Hamburg ist ein Vierjähriger durch einen Feuerwerkskörper schwer verletzt worden. Dem Kind war vermutlich ein hochgeworfener Feuerwerkskörper in den Jackenausschnitt gefallen.

Marla war die Erste: Und wer war das erste Neujahrsbaby in Deutschland? Mit dem Titel kann sich vermutlich Marla Charlotte Beatrix aus Hamburg schmücken. Das kleine Mädchen kam nur eine Minute nach Mitternacht in der Asklepios-Klinik Altona zur Welt.

Samoa vollzieht den Zeitsprung: Deutlich früher als in Deutschland – bereits um 11 MEZ – begrüßten die rund 200.000 Einwohner von Samoa, Tokelau und den Linie-Inseln im Pazifik das Jahr 2012. Dafür hatten Samoa und die zu Neuseeland gehörenden Tokelau-Inseln allerdings erst Zeitgeschichte schreiben müssen: Sie gehörten bislang zu den Letzten, die ein neues Jahr begrüßten. Nun ließen sie aber den 30. Dezember ganz aus.

Glockengeläut in Japan: In Japan feierten die Menschen mit Glockenschlägen nach einem Jahr furchtbarer Natur- und Atomkatastrophen den Beginn des „Jahres des Drachens“. Millionen Besucher strömten in der Neujahrsnacht in die Tempel und Schreine des Inselreiches, um die Götter um Segen und bessere Zeiten zu bitten. Um Mitternacht erklangen im ganzen Land hörbar 108-mal die Glocken der Heiligtümer. 

In Peking feiern Auserwählte: Die Stadt Peking begrüßte das neue Jahr mit einem Countdown am Himmelstempel. Die letzten Sekunden des Jahres 2011 wurden zum Abschluss einer Lasershow auf das Wahrzeichen der chinesischen Hauptstadt projiziert. Die Pekinger Bürger waren allerdings nicht eingeladen, weil die kommunistische Führung Chinas jede Ansammlung von Volksmassen als unkalkulierbares Sicherheitsrisiko fürchtete. Nur wenige VIP-Gäste durften live dabei sein.

500 Verletzte auf den Philippinen: Auf den Philippinen sind durch Silvesterböller und Pistolenschüsse in den vergangenen zehn Tagen 472 Menschen verletzt worden. Das waren immerhin weniger Verletzte als im vergangenen Jahr: Damals kamen sieben Menschen ums Leben, und 546 wurden verletzt.

London begrüßt das Olympia-Jahr: London begrüßte das Jahr 2012 mit einem gigantischen Olympia-Feuerwerk. Am Himmel über dem Riesenrad London Eye erstrahlten die Olympischen Ringe in verschiedensten Varianten.

Superstars spielen am Times Square: Sechs Stunden nach Deutschland rutschten auch die New Yorker ins neue Jahr. Unter dem Jubel von rund einer Million Menschen senkte sich die berühmte Kristallkugel um Mitternacht über dem Times Square – Superstar Lady Gaga hatte sie in Bewegung gesetzt. Hunderttausende in den umliegenden Straßenschluchten stimmten den Sinatra-Song „New York, New York“ an. Zuvor war unter anderem der kanadische Teenieschwarm Justin Bieber gemeinsam mit der Gitarrenlegende Carlos Santana aufgetreten.

Christiane Oelrich und Gisela Ostwald

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