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Diese Fotos sollen Kinderschänder überführen

Europol sucht Hinweise Diese Fotos sollen Kinderschänder überführen

Die Bilder zeigen harmlose Alltagsgegenstände, doch ihr Kontext macht sie äußerst grauenvoll: Europol hat Fotos veröffentlicht, die Beweisstücke von schweren Fällen von Kindesmissbrauch zeigen. Die Polizeibehörde bittet damit die Bevölkerung um Mithilfe in hoffnungslosen Fällen.

Die Fotos sind aus Videos oder Bildern entnommen, die Kinderpornografie zeigen. Wer den Ort links oben erkennt oder weiß, wo man das Baby-Spielzeug rechts oben, das Kinder-Polo-Shirt unten links oder die Zigaretten rechts unten bekommt, sollte sich dringend bei Europol melden.
 

Quelle: Europol

Den Haag.  Europol hat Beweisstücke von schweren Fällen von Kindermissbrauch online veröffentlicht und Bürger in ganz Europa zur Mithilfe bei den Ermittlungen aufgerufen. Scheinbar harmlose Objekte wie eine Shampoo-Flasche, eine Plastiktüte oder ein Stück Tapete könnten zum entscheidenden Tipp führen, betonte die europäische Polizeibehörde in der Nacht zum Donnerstag in Den Haag. Auf der Website www.europol.europa.eu/stopchildabuse werden 20 Objekte gezeigt, die im Hintergrund von Videos oder Fotos mit Kinderpornografie entdeckt worden waren.

Kleinste Hinweise könnten manchmal einen Fall lösen, teilte Europol mit. Wenn ein Gegenstand erkannt werde, könnten womöglich Kinder gerettet werden. Erst kürzlich wurden nach Hinweisen zu Lebensmittelverpackungen und Mülleimern im Hintergrund von Fotos zwei Opfer identifiziert, wie Europol mitteilte.

„Wir sind überzeugt, dass mehr Augen zu mehr Hinweisen führen werden und uns im Endeffekt dabei helfen werden, diese Kinder zu retten“, teilte die Behörde mit. Die verbesserte globale Internet-Infrastruktur habe zu einer steigenden Zahl von Kinderschändern und Opfern geführt. Das Internet biete Tätern und potenziellen Tätern eine Umgebung, in der sie besonders sicher und anonym agieren könnten.

Bei den 20 Fotos, die Europol jetzt veröffentlicht hat, habe jeder andere Weg in den Ermittlungen in eine Sackgasse geführt. In Zukunft werde man auch andere Bilder veröffentlichen.

Von RND/dpa/kha

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