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Diese Garage kostet 463.000 Euro

Versteigerung in London Diese Garage kostet 463.000 Euro

In den vergangenen zwei Jahrzehnten sind die Immobilienpreise in London fast kontinuierlich gestiegen. Das mitunter astronomische Preisniveau macht auch vor Garagen nicht halt, wie ein aktuelles Beispiel zeigt.

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Eine solche Chance nicht entgehen lassen: 463 000-Euro-Garage in London (hinteres Tor).

Quelle: Savills

London. Es ist nicht ganz klar, was in London schwerer zu finden ist: eine bezahlbare Unterkunft - oder ein Parkplatz? Aus Sicht normaler Arbeitnehmer, die nicht von den üppigen Boni der Nadelstreifenträger in der City oder der Canary Wharf profitieren, lässt sich die Frage schnell beantworten: Angesichts der horrenden Mieten können sich viele schlicht kein Auto leisten - und haben damit schon eine Sorge weniger.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten sind die Immobilienpreise in der britischen Hauptstadt fast kontinuierlich gestiegen. Während 1996 eine Wohnung im Durchschnitt umgerechnet fast 104 000 Euro kostete, sind es heute rund 551 000 Euro. Sogar abrissreife Bungalows wechseln für mehr als eine Million Euro den Eigentümer. Eine Zwei-Zimmer-Wohnung zur Miete kostet in zentraler Lage mittlerweile um die 2500 Euro im Monat - kalt natürlich. Der durchschnittliche Londoner aber verdient nur rund 50 000 Euro im Jahr.

Menschen im Stadtteil Kensington indes haben andere Sorgen. Wer in der Nähe der Royal Albert Hall und der Königlichen Parks residieren kann, muss in der Regel nicht jedes Pfund zweimal umdrehen. Umso schwerer wiegt deshalb am Abend die Frage, wo das Auto über Nacht bleiben soll. Wie groß die Not der Bewohner in dieser Hinsicht ist, hat jetzt der Besitzer einer Garage erfahren: Er bot sein Objekt für 231 000 Euro beim Auktionshaus Savills an - und konnte es für 463 000 Euro versteigern.

Die Garage liegt nahe der U-Bahn-Station South Kensington. „In diesem Teil von London gibt es kaum Parkmöglichkeiten jenseits der Straßen, insofern hatten wir schon mit großem Interesse gerechnet“, sagte Savills-Chef Chris Coleman-Smith dem „Guardian“. Wer in einer so gefragten Gegend sei Geld sowohl für ein Auto ausgegeben als auch in ein Haus oder eine Wohnung investiert habe, „konnte sich die Chance einfach nicht entgehen lassen, eine sichere, gut gelegene Garage zu kaufen“. Alles eine Frage der Maßstäbe eben - schließlich liegt der durchschnittliche Preis für Immobilien in der Nachbarschaft bei rund 3 Millionen Euro.

Bei der Garage selbst muss der neue Eigentümer ein paar Nachteile in Kauf nehmen: Mit 13,2 Quadratmetern ist die Grundfläche winzig, überdies liegt das Objekt in einem verwinkelten Hinterhof, der dem Fahrer einiges Geschick abfordert. Für ein größeres Auto wirkt die Garage gänzlich ungeeignet. Der glückliche Besitzer kann sich aber damit trösten, dass andere schon ganz andere Preise für einen überdachten Parkplatz bezahlt haben. Vor zwei Jahren ging eine Garage im Londoner Süden für 710 000 Euro weg - allerdings war diese auch etwas geräumiger.

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