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Panorama Direns Eltern: Kein Geld von Täterfamilie
Nachrichten Panorama Direns Eltern: Kein Geld von Täterfamilie
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17:12 27.07.2015
Diren war im April 2014 in den USA erschossen worden. Der Täter wurde im Februar zu 70 Jahren Haft verurteilt.
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Hamburg

Direns Eltern wehren sich gegen den Eindruck, sie hätten mit der Familie des Schützen über Geld verhandelt. Es habe lediglich eine Übereinkunft der Anwälte mit den Versicherungen des Täters gegeben. Für manche mag das wie Wortklauberei klingen, aber den Eltern ist es sehr wichtig: Die Versicherungen des Mannes, der ihren Sohn erschossen hat, werden zwar Geld zahlen. Es gibt jedoch keine Verhandlungen mit der Familie des Schützen.

"Wir haben abgelehnt"

"Die Mutter hat uns Geld angeboten, damit wir nicht eine vorzeitige Entlassung des Schützen nach 25 Jahren verhindern. Das haben wir abgelehnt", betonte der Vater. "Wir wollen kein Geld von der Familie des Täters haben." Die Versicherungen hätten ohnehin eine Summe auszahlen müssen. "Aber selbst, wenn die uns 100 Millionen Euro zahlen, bringt uns das unseren Sohn nicht zurück."

Der 17-jährige Diren lebte bei einer Gastfamilie in Missoula im US-Staat Montana, als er im April 2014 von Markus K. erschossen wurde. Diren war in dessen Garage eingedrungen, der Grund blieb unklar. Der Täter berief sich auf sein Recht, sich und sein Eigentum zu verteidigen. Im vergangenen Februar verurteilte ein Gericht in Missoula ihn jedoch wegen vorsätzlicher Tötung zu 70 Jahren Haft.

"Ekelhafte Kommentare"

Am Sonntag hatten Medien berichtet, Direns Familie habe sich mit dem Schützen über eine Entschädigung in ungenannter Höhe geeinigt. Zudem würden die Eltern die Waffen des Täters bekommen, hieß es. Im Gegenzug werde das für Dezember angesetzte Zivilverfahren in den USA über eine Entschädigung von Direns Familie abgesagt.

"Die Auto- und die Hausratversicherung hätten sowieso zahlen müssen", sagte Direns Vater. "Diese Zahlungen wären gekommen, egal was wir machen." Auf Facebook habe es nach den Medienberichten schon "absurde und ekelhafte Kommentare" gegeben. Die Familie habe auf das Zivilverfahren verzichtet, um endlich einen Schlussstrich zu ziehen. "Wir haben keine Kraft mehr."

Von Matthias Benirschke

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