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Mehrere Vergewaltigungen im Karneval angezeigt

Nordrhein-Westfalen Mehrere Vergewaltigungen im Karneval angezeigt

Zum Auftakt des Straßenkarnevals sind in Nordrhein-Westfalen mehrere sexuelle Übergriffe angezeigt worden. Darunter sind zwei Vergewaltigungen in Köln und eine in Schloß Holte-Stukenbrock. In zwei Fällen wurden bereits Verdächtige festgenommen.

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Eine Polizistin bereitet am Kölner Bahnhof eine Überwachungskamera für den Karneval vor.

Quelle: Maja Hitij/dpa

Köln/Düsseldorf. In Köln nahm die Polizei am Freitag einen 17-jährigen Asylbewerber fest. Er werde verdächtigt, am frühen Freitagmorgen eine junge Frau niedergeschlagen zu haben, die daraufhin für kurze Zeit das Bewusstsein verlor, erklärte die Polizei. Es liege der Anfangsverdacht einer Vergewaltigung oder versuchten Vergewaltigung vor.

In Köln wurden nach Angaben der Polizei von Altweiberdonnerstag bis Freitag über 200 Anzeigen aufgenommen, davon 22 wegen Sexualdelikten. Die Mehrzahl der übrigen Anzeigen betraf Körperverletzungen und Taschendiebstähle. In Bonn ermittelt die Polizei in vier Fällen wegen sexueller Übergriffe.

In Schloß Holte-Stukenbrock ist nach Angaben der Polizei Gütersloh eine 24-Jährige vergewaltigt worden. Die Polizei nahm noch am Abend einen Tatverdächtigen, einen Asylbewerber aus Nigeria, fest. Die Ermittlungen dauern an. Zwei weitere Frauen stellten in der westfälischen Kleinstadt Anzeige, nachdem sie sexuell beleidigt und berührt worden waren. Im nahe gelegenen Rietberg und in Hövelhof meldeten insgesamt vier Frauen sexuelle Übergriffe.

Die Polizei reagierte auf die massenhaften sexuellen Übergriffe und Diebstähle der Silvesternacht in Köln und anderen Städten mit einer erhöhten Präsenz im Straßenkarneval. Allein in Köln waren am Altweiberdonnerstag über 2000 Polizisten im Einsatz, doppelt so viele wie sonst. Insgesamt werden dort an den tollen Tagen über 3000 Beamte eingesetzt. Hinzu kommen alle zur Verfügung stehenden Kräfte des Ordnungs- und Verkehrsdienstes und rund 240 Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes.

Auch in Düsseldorf waren fast doppelt so viele Beamte im Einsatz wie im Vorjahr. Nicht zuletzt deswegen habe die Zahl der registrierten Einsätze bis Freitagmorgen mit 912 deutlich über der Vorjahreszahl von 725 gelegen, hieß es. In Düsseldorf und Köln wurden Security Points installiert, an denen Gewaltopfer schnell Anzeige erstatten können.

In den Zügen in Nordrhein-Westfalen ging es zu Karneval nach Einschätzung der Bundespolizei im Vergleich zu den Vorjahren eher friedlich zu. In Zügen und am Hauptbahnhof in Köln seien drei Straftaten "unter der Rubrik 'Bützchen und Begrapschen'" angezeigt worden, erklärte die Bundespolizei. Dabei wurden Frauen gegen ihren Willen geküsst oder an der Brust berührt.

Auch in Dortmund war die Polizei nach eigenen Angaben mit mehreren hundert Beamten im Einsatz. Insgesamt seien fast 1000 Menschen kontrolliert wurden, hieß es. Es kam zu elf vorläufigen Festnahmen, vor allem wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts.

Höhepunkt des Karnevalstrubels sind die traditionellen Rosenmontagszüge, bei denen auf bunten Mottowagen auch politische Skandale durch den Kakao gezogen werden. Zahlreiche Umzüge finden bereits am Sonntag statt.

epd

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