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Panorama Rock-Sänger fordert Waffen für alle
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13:17 17.02.2016
Mit einem emotionalen Konzert ist die Rockband Eagles of Death Metal drei Monate nach dem Anschlag im Musikclub "Bataclan" nach Paris zurückgekehrt. Quelle: Joel Saget/afp
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Paris

Mit einem emotionalen Konzert ist die Rockband Eagles of Death Metal drei Monate nach dem Anschlag im Musikclub "Bataclan" nach Paris zurückgekehrt.

Bei Interviews vor dem Konzert hatte sich der Sänger der Band, Jesses Hughes, erneut zur Frage der Waffengesetzgebung geäußert und gesagt: Bis niemand mehr Waffen habe, müsse vielleicht jeder Waffen haben. "Hat Ihre französische Waffenkontrolle den Tod einer einzigen Person verhindert?", fragte er, nachdem ihn eine Journalistin von iTélé auf das Thema angesprochen hatte. Dem Sender Canal+ sagte er: "Ich bin kein Held, aber wenn ich eine Waffe gehabt hätte, hätte ich etwas ändern können - und ich wäre bereit gewesen, es zu tun."

Aussagen von US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump zu den Pariser Anschlägen bezeichnete Hughes gegenüber der Zeitung "Le Monde" allerdings als "absurd". Trump hatte gesagt, er trage immer eine Waffe bei sich und hätte im "Bataclan" das Feuer gegen die Terroristen eröffnet. "Ja, das ist absurd, wir sind nicht da, um Politik zu machen", sagte auch der Eagles-Mitbegründer und Schlagzeuger Josh Homme.

Eagles of Death Metal spielen in Deutschland

Die Band hatte ihre nach dem Anschlag unterbrochene Europatournee bereits am Samstag mit einem Konzert in Stockholm fortgesetzt. Auch Auftritte in Deutschland sind geplant, am Donnerstag ist die Band in der Münchener Tonhalle zu Gast. Schon im Dezember war die Gruppe mit zwei Stücken Überraschungsgast eines Konzertes von U2 in Paris.

Das "Bataclan" soll bis Ende des Jahres renoviert und wiedereröffnet werden. Dann will Hughes mit den Eagles der erste sein, der dort auf der Bühne steht, denn: "Ich liebe diesen Club." Am Abend des "Bataclan"-Auftritts hatten weitere Attentäter fast zeitgleich auch an verschiedenen Bars und Restaurants in Paris sowie am Fußballstadion im Vorort Saint-Denis zugeschlagen. Insgesamt starben bei der Terrorserie 130 unschuldige Menschen.

dpa

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