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Vor Absturz: Rauch an Bord der Maschine

Flug MS804 Vor Absturz: Rauch an Bord der Maschine

Vor dem Absturz der Egyptair-Maschine über dem Mittelmeer ist Rauch in dem Airbus A320 registriert worden. Der Rauch sei aus dem Toilettenbereich im vorderen Teil der Maschine gemeldet worden, sagte eine Sprecherin der französischen Behörde für Sicherheit der zivilen Luftfahrt BEA am Samstag in Paris.

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Eine Rettungsweste neben einem Trümmerteil: Suchmannschaften haben erste Trümmerteile im Meer gefunden.

Quelle: dpa

Kairo. Vor dem Absturz seien entsprechende Signale des ACARS-Systems des Flugzeugs gesendet worden. Ein Rückschluss auf die Ursache des Unfalls sei damit nicht möglich. Dazu müssten zunächst die Flugschreiber gefunden und die Daten ausgewertet werden, hieß es bei der BEA. 

ACARS - digitales Datenfunksystem im Luftverkehr 

Als ACARS wird ein digitales Datenfunksystem zur Übermittlung von Nachrichten zwischen Flugzeugen und Bodenstationen bezeichnet. Hunderte Airlines nutzen das in den 1970er Jahren entwickelte "Aircraft Communications Addressing and Reporting System", um Daten zur Position des Flugzeugs, zur noch verbleibenden Menge an Treibstoff oder Fehlermeldungen an die Bodenstation weiterzugeben - per Daten- oder Satellitenfunk. Früher übermittelten die Piloten solche Angaben per Sprechfunk, gerade in der Nähe von großen Flughäfen waren die Frequenzen aber schnell überlastet.

Zuletzt war ACARS in den Schlagzeilen, als im März 2014 der Flug MH370 der Malaysian Airlines auf mysteriöse Weise in Südostasien verschwand. Das System sei kurz nach dem Start in Kuala Lumpur ausgeschaltet worden, teilte die malaysische Regierung damals mit. Als eine Air-France-Maschine Anfang Juni 2009 über dem Atlantik abstürzte, sendete das System in den letzten Minuten des Fluges zwei Dutzend Fehlermeldungen.

Körperteile an Küste in Alexandria gefunden

Die Liniemaschine mit der Flugnummer MS804 war am frühen Donnerstagmorgen mit 66 Menschen an Bord auf dem Weg von Paris nach Kairo abgestürzt. Am Freitag bargen Suchmannschaften erste Trümmerteile des Flugzeuges. Auch Körperteile der Insassen und persönliche Gegenstände wurden rund 290 Kilometer nördlich der ägyptischen Küstenstadt Alexandria gefunden.

Die Suche nach Wrackteilen soll auch am Samstag weitergehen. Von besonderem Interesse für die Aufklärung der Absturzursache sind die zwei nach wie vor verschollenen Flugschreiber. Am Samstag empfängt zudem der französische Außenminister Jean-Marc Ayrault in Paris Angehörige der Opfer.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte, der Absturz des Flugzeugs habe ihn „zutiefst traurig“ gemacht. Er richtete den Hinterbliebenen sein Beileid aus und dankte den Rettungskräften für ihren schnell organisierten Einsatz.

Hinweise auf Überlebende des Flugs gab es nicht. An Bord der Maschine waren vorwiegend Ägypter und Franzosen; Deutsche saßen nicht in dem Flugzeug. 

Suchmannschaften bargen erste Trümmerteile des abgestürzten Airbusses. Auch Körperteile der Insassen und persönliche Gegenstände wurden rund 290 Kilometer nördlich der ägyptischen Küstenstadt Alexandria gefunden.

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dpa/mhu

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