Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Frau soll Attentäter Liebes-SMS geschickt haben

Massaker in Orlando Frau soll Attentäter Liebes-SMS geschickt haben

Bereits am Mittwoch geriet die Frau des Attentäters von Orlando ins Visier der Ermittler. Jetzt wurden weitere Details bekannt: Sie soll ihrem Mann während des Massakers Liebes-SMS geschickt haben.

Voriger Artikel
Zweiter Flugschreiber geborgen
Nächster Artikel
Zweijähriges Aligatoropfer obduziert

Kurz nach dem tödlichen Massaker schrieb der Täter seiner Frau eine SMS.

Quelle: dpa

Orlando. Nach den ersten Schüssen auf die Besucher des Queer-Nachtklubs Pulse in Orlando kontaktierte der Attentäter seine Ehefrau. Um vier Uhr morgens, etwa zwei Stunden nachdem Omar Mateen die Attacke startete und sich in einem Badezimmer verschanzte, schickte er die Nachrichten an seine Frau Noor Salman ab, wie ein Beamter dem Sender CNN mitteilte.

Sie schrieb ihm, dass sie ihn liebe

Er fragte sie, ob sie schon Nachrichten geschaut habe. Die Ehefrau antwortete ihm und schrieb, dass sie ihn liebe. Sie versuchte auch, ihren Mann mehrmals anzurufen. Das allerdings erst, nachdem die Tat schon geschehen war und vermutlich nachdem sie realisierte, dass ihr Ehemann verantwortlich dafür ist. Doch er ging nicht ans Telefon, sagte der Beamte. Unklar ist, ob Salman versuchte, die Polizei zu kontaktieren und ihren Ehemann anzuzeigen.

Noor Salman machte unterschiedliche Aussagen darüber, was genau sie über die Intentionen von Omar Mateen wusste. Sie teilte den Beamten mit, dass ihr Mann in den Wochen vor der Attacke mehrere Tausend US-Dollar ausgab, unter anderem für Waffen.

Gemeinsamer Sohn ist drei Jahre alt

Nach Angaben von CNN sammelt die Staatsanwaltschaft Beweismaterial für eine mögliche Anklageerhebung gegen die Ehefrau. Laut US-Medienberichten hatte das Paar Jahr 2011 geheiratet und einen gemeinsamen dreijährigen Sohn. Die Familie lebte in Fort Pierce im Bundesstaat Florida, zwei Autostunden Fahrt von Orlando entfernt.

Mateen, ein US-Bürger und Sohn afghanischer Einwanderer, hatte den Club mit einem Sturmgewehr und einer Handfeuerwaffe überfallen, um sich geschossen und Geiseln genommen. Nach drei Stunden stürmte die Polizei den Club. 50 Menschen wurden getötet, darunter der Attentäter in einem Schusswechsel mit der Polizei.

afp/RND/meh

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama
Familiendrama mit sechs Toten in Österreich

Ein Familiendrama erschüttert Österreich. Eine Frau soll mehrere Angehörige erschossen haben.