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Panorama Einbrecher machen fette Beute im Luxus-Kaufhaus
Nachrichten Panorama Einbrecher machen fette Beute im Luxus-Kaufhaus
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10:38 15.01.2017
Das KaDeWe ist gut zwei Jahre nach dem spektakulären Schmuckraub wieder Ziel von Räubern und Dieben. Quelle: dpa
Berlin

Gut zwei Jahre nach dem spektakulären Schmuckraub im Berliner Kaufhaus des Westens (KaDeWe) sind Unbekannte wieder dort eingebrochen – wieder an einem Sonnabend, aber diesmal vor Ladenöffnung. Die Täter seien am Morgen gegen 7 Uhr in das Erdgeschoss eingedrungen und hätten Beute gemacht, teilte die Polizei mit. Demnach sollen sie mehrere Vitrinen eingeschlagen haben.

KaDeWe öffnete mit Verspätung

Medienberichte, wonach die Täter den gleichen Juwelier bestahlen wie die Schmuckräuber im Dezember 2014, bestätigte die Polizei nicht. Im Erdgeschoss befinden sich unter anderem Abteilungen mit teurem Schmuck. Nach Angeben der Polizei waren mehrere Geschäfte von dem Einbruch betroffen.

Der Wert der Beute liege im sechsstelligen Bereich, erklärte ein Polizeisprecher. Weitere Angaben zum Stand der Ermittlungen machte der Sprecher zunächst nicht. Die Diebe schlugen Vitrinen ein, stahlen hochwertige Uhren und Schmuck und flüchteten in einem dunklen Auto, das sie später in Brand setzten.

Die Polizei hat einen Seiteneingang des KaDeWe abgesperrt. Quelle: dpa

Am Sonnabend öffnete das Kaufhaus dennoch – mit Verspätung. Ein Seiteneingang war am Vormittag abgesperrt, die Rollläden heruntergelassen. Ein Teil des Erdgeschosses war mit Flatterband abgesperrt, Polizisten waren am Vormittag noch mit der Spurensicherung beschäftigt.

Das KaDeWe und die Geschäfte entlang der Einkaufsmeilen Kudamm und Tauentzienstraße werden immer wieder beraubt und bestohlen. Am 31. Oktober vergangenen Jahres etwa brachen Unbekannte in das Karstadt-Kaufhaus ein, brachen Vitrinen auf und stahlen Schmuck. Zwei Monate zuvor überfielen zwei Männer einen Juwelier mit einer Axt und raubten Schmuck. Im Juni brachen am Kudamm Maskierte mit einem Auto und einem Rammbock in ein Luxusuhrengeschäft ein und erbeuteten Uhren im Verkaufswert von acht Millionen Euro. Im März vergangenen Jahres scheiterten mehrere Männer bei dem Versuch, einen Geldtransporter neben dem KaDeWe zu überfallen.

Beim letzten Überfall wurden 13 Menschen verletzt

Am 20. Dezember 2014 – einem Samstagvormittag – waren fünf Räuber während des laufenden Vorweihnachtsgeschäfts ins geöffnete KaDeWe gestürmt. Sie waren maskiert und mit Axt, Hammer sowie Machete bewaffnet, zertrümmerten Vitrinen und erbeuteten binnen 79 Sekunden Uhren und Schmuck im Wert von rund 817000 Euro. 13 Menschen wurden verletzt, weil die Täter Reizgas versprühten. Von der Beute ist bis heute nur ein einziges Stück aufgetaucht – ein Collier.

Ein 45-Jähriger muss sich seit November 2016 als einer der fünf mutmaßlichen Räuber vor Gericht verantworten. Zwei seiner Söhne waren kurz zuvor wegen Beteiligung an dem KaDeWe-Raub zu Haftstrafen von drei Jahren beziehungsweise zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Ein dritter Sohn wurde im Mai 2016 zu sechs Jahren und acht Monaten Haft verurteilt.

Von RND/dpa

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