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Polizisten kochen für einsames altes Ehepaar

Einsatz rührt Zehntausende Polizisten kochen für einsames altes Ehepaar

In Rom haben Anwohner die Polizei gerufen, weil sie verdächtige Geräusche gehört hatten. Die Beamten mussten aber kein Verbrechen aufklären, stattdessen fanden sie ein einsames und tief trauriges Ehepaar. Da stellten sich die Polizisten in die Küche und kochten für den Mann und seine Frau.

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Die Geschichte rührt Zehntausende: Römische Polizisten haben ein altes einsames Ehepaar in Rom getröstet und für die beiden gekocht.

Quelle: Facebook/Römische Polizei

Rom. Das Leben sei nicht immer einfach, schreibt die römische Polizei auf ihrer Facebookseite. Gerade im Sommer, wenn die Straßen leer und die Nachbarn im Urlaub seien. "Dann können Einsamkeit und Traurigkeit über einen kommen, einfach so, wie ein Sommergewitter." So wie vor ein paar Tagen.

Da hatten besorgte Anwohner die Polizei gerufen, weil sie Weinen und Schreien in ihrem Haus gehört hatten. Die vier Streifenpolizisten Andrea, Alessandro, Ernesto und Mirko fuhren zu dem Gebäude und fanden den 94 Jahre alten Michaele und seine 89 Jahre alte Frau Jole in ihrer Wohnung. Schnell stellten die Beamten fest: Ein Verbrechen lag nicht vor.

Polizei: "Es waren zwei Seelen zu beruhigen"

Die beiden seien weder Opfer von Trickbetrügern, noch von Dieben geworden, wie es bei Senioren oft geschehe, erläuterte die Polizei anschließend auf ihrer Facebookseite. "Es war kein Leben zu retten." Dafür aber etwas anderes: "Es waren zwei Seelen zu beruhigen."

Sie seien furchtbar einsam und außerdem verzweifelt werden der aktuellen Weltlage, hätten die Senioren erklärt, schrieben die Polizisten. Sie würden sich lieben, versicherten der Mann und seine Frau, aber manchmal würde tiefe Hoffnungslosigkeit über sie kommen. So wie an diesem Tag.

Pasta mit einer Portion Menschlichkeit

Die Polizisten fragten den Mann und seine Frau deshalb, ob sie ihre Küche benutzen dürften – und kochten für die beiden. "Nichts Besonderes", schreiben die Polizisten auf Facebook. Eine Schüssel Pasta mit Butter und Käse. "Aber mit einer speziellen Zutat darin: Menschlichkeit."

Das geschah bereits am vergangenen Mittwoch – doch immer noch klicken Menschen auf der Facebook-Seite der Polizei von Rom auf "Gefällt mir". Fast 70.000 "Likes" waren es bis zum Dienstag, rund 25.000 Mal wurde der Facebook-Eintrag geteilt. Die Geschichte der freundlichen Beamten erschien bereits in vielen Sprachen. Die "Washington Post" berichtete zum Beispiel am Dienstag darüber. Und unter dem Hashtag #essercisempre (auf deutsch: immer da sein) verbreitete sie sich in den sozialen Netzwerken – es sei seit Jahren das Credo der Polizei in Rom, berichtet "Die Welt".

dpa/RND/wer

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