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Panorama Elfeinhalb Jahre Haft für Tresor-Mörder
Nachrichten Panorama Elfeinhalb Jahre Haft für Tresor-Mörder
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15:29 25.11.2015
Ein 44-Jähriger, der einen Freund mit einem Tresor erschlagen hat, ist zu elfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. (Symbolbild) Quelle: dpa
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Frankfurt (Oder)

Wegen Mordes und Störung der Totenruhe verurteilte ihn das Landgericht Frankfurt (Oder) am Mittwoch zu elfeinhalb Jahren Haft und ordnete die Unterbringung des Angeklagten in einer psychiatrischen Klinik an. Der Mann habe das 59-jährige Opfer nach dem Mord in einem Garten verbrannt und die Leiche verstümmelt, hieß es im Urteil.

Die 27 Jahre alte Ex-Frau des Angeklagten wurde wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu einer Geldstrafe in 50 Tagessätzen von 13 Euro verurteilt, weil sie das Opfer geschlagen hatte. Bei beiden Angeklagten ging das Gericht von erheblich verminderter Schuldfähigkeit aus.

Opfer hatte keine Chance

Die Angeklagten und zwei Freunde, darunter das spätere Opfer, wollten den Tag in der Gemeinde Schorfheide nordöstlich von Berlin verbringen. Sie fuhren mit dem Bus zu einer "vertrauten Runde im Garten", wie der Vorsitzende Richter Matthias Fuchs sagte. Dort sollte das 59-jährige Opfer wegen "Fehlverhaltens" gemaßregelt werden. Es kam zum Streit.

Die Frau, die in einer betreuten Wohnstätte lebt, versetzte dem Opfer einen Schlag gegen die Brust und zwei ins Gesicht. Um die Attacke der Frau gegen das Opfer zu verdecken, habe der Angeklagte einen neben einer Feuerstelle abgestellten, rund 18 Kilo schweren Metalltresor auf den Kopf des Opfers geworfen, schilderte der Richter den weiteren Ablauf. "Das Opfer hatte keine Chance, dem auszuweichen."

Angeklagte ließen sich für Tat feiern

Die Angeklagten deckten den Leichnam mit Ästen ab und tranken weiter. Der Angeklagte, er ist alkoholkrank und leidet an einer Persönlichkeitsstörung, schnitt dem Toten die Genitalien ab. Noch mehrfach warf er den Tresor auf die Leiche. "Dadurch sollten Körperteile gebrochen werden, um besser verbrannt werden zu können", berichtete der Vorsitzenden Richter. Im Wohnheim der Frau ließen sich die Angeklagten für die Tat feiern. Sie flüchteten dann.

Erst nach einer mehrtägigen Flucht durch das Berliner Umland hatte sich das Ex-Paar der Polizei gestellt. Im Prozess legten beide ein Geständnis ab. Die Staatsanwaltschaft hatte für den 44-Jährigen dreizehneinhalb Jahre Haft beantragt und für die Frau zehn Monate Haft, ausgesetzt zur Bewährung.

Täter war vorbestraft

"Die Tat war nicht geplant", sagte der Vorsitzende. Zugunsten des Angeklagten wertete das Gericht unter anderem seine Krankheit. Zu seinen Ungunsten wirkte sich aus, dass der Mann vorbestraft ist, sich gerade in einer Bewährungszeit befand.

dpa

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