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Helmut Kohl muss bis Dezember warten

Schadenersatzklage gegen Ghostwriter Helmut Kohl muss bis Dezember warten

Es geht um fünf Millionen Euro: Der Rechtsstreit zwischen Altkanzler Helmut Kohl und seinem Ghostwriter Heribert Schwan zieht sich noch länger hin. Eine Entscheidung über die millionenschwere Schadenersatzklage von Kohl wird frühestens im Dezember fallen.

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Ein Bestseller - mit verbotenen Inhalten: Das umstrittene Buch "Die Kohl-Protokolle".

Quelle: dpa

Köln. In dem langwierigen Rechtsstreit zwischen Altkanzler Helmut Kohl (86) und dem Journalisten Heribert Schwan ist am Donnerstag noch keine endgültige Entscheidung gefallen. Das Verfahren vor dem Landgericht Köln wird am 8. Dezember fortgesetzt.

Der Vorsitzende Richter gab am Donnerstag lediglich den Hinweis, dass das Gericht grundsätzlich einen Entschädigungsanspruch Kohls wegen Verletzung seines Persönlichkeitsrechts sieht. Zur geforderten Höhe von fünf Millionen Euro sollen Kohls Anwälte jedoch weitere Angaben machen.

Kohl will erreichen, dass 116 Zitate aus dem Buch verboten bleiben. Außerdem verlangt er wegen Verletzung des Persönlichkeitsrechts fünf Millionen Euro Schmerzensgeld, was eine Rekordsumme wäre.

Im Kern geht es in dem Verfahren um von Schwan in einem Buch verwendete Zitate Kohls, die teils drastische Urteile über frühere Weggefährten enthalten. Basis des Werks sind Gespräche Schwans mit dem früheren Kanzler, die der Kölner Autor als damaliger Biograf Kohls auf Tonband mitgeschnitten hatte. Um die Bänder und die Veröffentlichung schwelt bereits seit Jahren ein Rechtsstreit.

Der ehemalige WDR-Redakteur Schwan hatte die Memoiren des Altkanzlers verfasst. Bevor der vierte und letzte Band erscheinen konnte, zerstritten sich die beiden jedoch. Schwan veröffentlichte daraufhin eigenmächtig "Die Kohl-Protokolle" mit pikanten Äußerungen aus ihren Gesprächen. Dagegen hat Kohl bereits erfolgreich in einem einstweiligen Verfügungsverfahren geklagt.

afp/RND/zys

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