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Zwei Überlebende aus Trümmern gerettet

Nach Erdbeben in Taiwan Zwei Überlebende aus Trümmern gerettet

Gut zwei Tage nach dem Erdbeben im Süden Taiwans ist die Zahl der Toten auf 37 gestiegen. Zwei Überlebende wurden nach über 50 Stunden von Rettungskräften aus den Trümmern geborgen.

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Gut zwei Tage nach dem Erdbeben im Süden Taiwans ist die Zahl der Toten auf 37 gestiegen.

Quelle: Sam Yeh/afp

Taipeh. Für die Retter ist es ein neuer Hoffnungsschimmer: Gut 52 Stunden nach dem starken Erdbeben im Süden Taiwans haben die Bergungskräfte am Montag eine Frau aus den Trümmern gezogen und in ein Krankenhaus gebracht. Dennoch blieben in der vom Erdbeben getroffenen Metropole Tainan noch immer mehr als 100 Menschen vermisst, nach denen die Hilfskräfte unter Hochdruck suchten. Die meisten Vermissten wurden in den Trümmern eines 16-stöckigen Wohnhauses vermutet, das am Wochenende umgestürzt war. Unter den schweren Betonplatten seien noch immer Überlebende eingeklemmt, sagte Taiwans Bürgermeister Lai Ching-ge. 

Ein Mann, der bereits am Vortag unter dem Schutt geortet worden war, konnte demnach nach 55 Stunden gerettet werden und wurde ins Krankenhaus gebracht. Zuvor wurden am Montagmorgen ein achtjähriges Kind aus den Trümmern gezogen.

Pfusch am Bau als mögliche Ursache

Am frühen Montagmorgen war eine 40 Jahre alte Frau tot aus den Trümmern gezogen worden, womit die Zahl der Opfer auf 37 stieg. Die Behörden haben den Verdacht, dass Pfusch am Bau die Ursache gewesen sein könnte, warum das 16-stöckige Haus dem Beben der Stärke 6,4 am Samstagmorgen nicht standhalten konnte. Mehr als 500 Menschen wurden bei dem Beben verletzt. Es müssten Vorkehrungen getroffen werden, damit sich ähnliche Zerstörungen nicht wiederholen, sagte Taiwans Präsident Ma Ying-jeou am Sonntag. 

In der Zwei-Millionen-Metropole Tainan sind insgesamt rund zehn Gebäude eingestürzt. Mehr als 350 Menschen konnten lebend geborgen werden.

Das Epizentrum des Erdbebens lag in Meinong nahe der Hafenstadt Kaohsiung. Die Region ist dicht besiedelt. Allein in der südlich von Tainan gelegenen Stadt Kaohsiung leben 2,8 Millionen Menschen. Zeitweise war die Strom- und Wasserversorgung für Hunderttausende unterbrochen. Das Beben war auf der ganzen Insel zu spüren. Ein noch schlimmeres Erdbeben hatte sich in Taiwan 1999 ereignet, als 2400 Menschen ums Leben kamen. Damals wurde eine Stärke von 7,3 erreicht.

dpa

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