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Panorama Ernst Augusts Exanwalt bricht sein Schweigen
Nachrichten Panorama Ernst Augusts Exanwalt bricht sein Schweigen
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17:04 15.07.2011
Von Wiebke Ramm
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Hannover

„Der Auftrag lautete: ,Ernst August darf nicht ins Gefängnis kommen.‘“ Dies habe er erreicht. Dass das Geständnis mit Ernst August nicht abgesprochen war, räumte er ein.

Der Prinz hat Heidemeier wegen versuchten Prozessbetruges verklagt und fordert 5000 Euro Schmerzensgeld von seinem früheren Anwalt. Am 7. September verhandelt das Oberlandesgericht Celle in dieser Sache. Es ist die zweite Runde. In einem ersten Verfahren scheiterte Ernst August mit seiner Klage.

Ernst August stand 2004 wegen einer Attacke auf den Diskobetreiber Josef Brunlehner vor Gericht. In dem „internen Geständnis“, wie Heidemeier es nennt, steht: Der Prinz räume ein, dass er „erheblich getrunken“ hatte und „nicht ausschließen“ könne, dass ihm vor der Attacke „einer seiner Begleiter einen Gegenstand in die Hand gedrückt hatte“. Weiter heißt es: "Aufgrund seiner alkoholisiert gesteigerten Erregung kan mein Mandant nicht ausschließen, Herrn Brunlehner Verletzungen zugefügt zu haben." Dieses Geständnis war laut Heidemeier mit der Staatsanwaltschaft abgesprochen. Der Deal bestand darin, im Gegenzug einen anderen Anklagepunkt – einen Fußtritt in Salzburg – fallen zu lassen. Ernst August wurde schließlich wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Geldstrafe in Höhe von 445 000 Euro verurteilt. Mit diesem Urteil sei er „sehr zufrieden“ gewesen, sagt Heidemeier noch heute.

Durch einen Verteidigerwechsel hat Ernst August später erreicht, dass der Prozess neu aufgerollt wurde und er im vergangenen Jahr nur noch für zwei Ohrfeigen wegen einfacher Körperverletzung zu 200 000 Euro verurteilt wurde.

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