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Festnahmen nach Feuer in Flüchtlingsunterkunft

Düsseldorf Festnahmen nach Feuer in Flüchtlingsunterkunft

In Düsseldorf ist ein Flüchtlingsheim komplett ausgebrannt. Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln jetzt gegen sechs Bewohner der Halle – der Verdacht: Brandstiftung.

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Ein Mann wird nach dem Feuer in einer Flüchtlingsunterkunft in Handschellen abgeführt.

Quelle: David Young/ dpa

Düsseldorf. Noch während die Löscharbeiten liefen, wurden zwei Männer in Handschellen abgeführt. "Wir überprüfen, ob sie etwas mit dem Brand zu tun haben", sagte eine Polizeisprecherin. Am Abend teilten die Ermittler dann mit, dass sie insgesamt gegen sechs Bewohner ermittelten. Die Männer seien zur Vernehmung ins Polizeipräsidium gebracht worden, teilte die Polizei mit. Hinweise auf eine fremdenfeindliche Tat gebe es nicht.

In einer als Flüchtlingsunterkunft genutzten Halle am Düsseldorfer Messegelände war am Dienstag ein Großbrand ausgebrochen. Eine dunkle Rauchsäule war von Weitem zu sehen. Bei dem Feuer zogen sich 26 Flüchtlinge Rauchgasvergiftungen zu. Auch ein Feuerwehrmann und ein Helfer aus der Unterkunft wurden leicht verletzt.

Auf dem Düsseldorfer Messegelände ist eine Flüchtlingsunterkunft in Brand geraten. Die Feuwehr ist mit einem Großaufgebot vor Ort.

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In der nicht weit von der Düsseldorfer Messe entfernten Halle waren ausschließlich allein reisende Männer untergebracht, vor allem Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Afghanistan. Nach Angaben der Stadt Düsseldorf lebten dort 282 Menschen. Einige der Männer in der Unterkunft seien von dem Feuer im Schlaf überrascht worden, sagten Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes. Sie seien aber von Helfern rechtzeitig wachgerüttelt worden.

Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) bot an, die betroffenen Bewohner in einer Landeseinrichtung unterzubringen. Die Messe, wo derzeit die weltgrößte Ausstellung für Printmedien – die "drupa" – läuft, war von dem Brand nicht betroffen. Das Programm laufe weiter, hieß es in der Pressestelle. Auch der Flugbetrieb am nahe gelegenen Düsseldorfer Flughafen sei nicht beeinträchtigt worden, sagte ein Sprecher.


dpa/RND

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