Die Evangelische Landeskirche setzt ein Zeichen gegen Atomkraft. Der Lüneburger Landessuperintendent Hans-Hermann Jantzen will am Sonntag (22. August) in der Kirchengemeinde Drennhausen (Landkreis Harburg) an der Elbe einen symbolischen Wegweiser aufstellen. Jantzen sieht die Aktion als „Mahnung zur Bewahrung der Schöpfung“.
Die Schilder sollen Richtung Krümmel, Tschernobyl, Gorleben und zum Atommüll-Endlager Asse bei Wolfenbüttel zeigen. „Wir halten die Atomtechnologie für nicht beherrschbar und nicht menschengerecht“, sagte Jantzen am Montag. Er leitet die Landeskirche Hannovers seit dem Rücktritt von Margot Käßmann als Bischofsvikar.
dpa

Kommentare
Bevormundung der Kirchenmitglieder willi – 18.08.10
Es bedarf keinen Sachverstand um zu wissen das die Atomtechnologie nicht Beherrschbar ist sondern nur den gesundenden Menschenverstand um das zu wissen. Aber leider fehlt der ja auch vielen Menschen.Zeichen setzen qwer – 16.08.10
Vielleicht sollte die "Evangelische Kirche" lieber beten. Das kann sie jedenfalls besser, als sich in Politik einmischen.Bevormundung der Kirchenmitglieder Ökofreak – 16.08.10
Die Funktionsträger der evangelischen Kirche haben mit Sicherheit nicht den Sachverstand, um über die Beherrschbarkeit der Atomtechnologie derart urteilen zu können.Oder ist die geplante Aktion lediglich eine Aufforderung an jene Mitglieder, die den Einsatz der Kernenergie etwas differenzierter sehen, aus der evangelischen Kirche auszutreten?