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Uli Hoeneß aus Haft entlassen

Nach Strafe für Steuerhinterziehung Uli Hoeneß aus Haft entlassen

Der ehemalige Präsident des FC Bayern München ist kein Häftling mehr: Exakt nach der Hälfte seiner dreieinhalbjährigen Gefängnisstrafe wurde der 64-jährige Uli Hoeneß am Montag vorzeitig entlassen.

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Uli Hoeneß ist kein Häftling mehr (Archivbild).

Quelle: Andreas Gebert/dpa

München. Uli Hoeneß ist wieder ein freier Mann. Das teilte das bayerische Justizministerium am Montag der Deutschen Presse-Agentur in München mit. Einzelheiten zum genauen Zeitpunkt und zum Ort der Entlassung nannte das Ministerium nicht. Der frühere Präsident des FC Bayern München hatte im vergangenen Jahr einen Antrag auf eine vorzeitige Haftentlassung gestellt. Das Münchner Landgericht hatte Hoeneß am 13. März 2014 wegen Steuerhinterziehung von 28,5 Millionen Euro zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Am 2. Juni 2014 trat er seine Strafe im Gefängnis von Landsberg am Lech an. Bereits Anfang 2015 wurde er Freigänger. Er arbeitete seitdem tagsüber in der Jugendabteilung des deutschen Fußball-Rekordmeisters FC Bayern, dessen Präsident er bis zu seiner Verurteilung war. Die meisten Wochenenden verbrachte er in seinem Haus in Bad Wiessee am Tegernsee, weil ihm Urlaub zustand.

Nach Angaben der Bild-Zeitung hat er bereits seine hinterzogenen Steuern samt Zinsen in Höhe von rund 50 Millionen Euro an das Finanzamt Miesbach zurückgezahlt.

Bayern-Präsident Uli Hoeneß wurde vom Landgericht München II wegen Steuerhinterziehung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Fall Hoeneß in der Chronologie.

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"Uli sah nicht gut aus"

Die Aussicht auf die vorzeitige Haftentlassung ließ Uli Hoeneß offenbar aufblühen. Er sei "deutlich besser drauf", erzählte Bayern-Präsident Karl Hopfner vor Weihnachten in einem Interview mit dem Münchner Merkur. Hoeneß Bruder Dieter hatte sich vor allem in den ersten sechs Monaten der Haftzeit große Sorgen gemacht. "Ich muss zugeben, ich bin damals erschrocken. Denn Uli sah nicht gut aus", sagte sein Bruder Dieter Hoeneß vergangene Woche dem RedaktionsNetzwerk Deutschland, zu dem die HAZ gehört.

Hoeneß dürfte als freier Mann erst einmal Urlaub machen und die Öffentlichkeit vorerst meiden, hieß es aus seiner Umgebung. Am 13. März aber hat der Ex-Präsident des FC Bayern seinen wahrscheinlich ersten öffentlichen Auftritt: In Mönchengladbach will er die Laudatio auf Trainer-Urgestein Jupp Heynckes (70) halten. Der frühere Bayern-Trainer erhält den Ehrenring seiner Heimatkommune für "seine herausragenden Verdienste um die sportliche Bedeutung der Stadt". Es war der Wunsch von Heynckes, dass kein anderer als sein Sportsfreund Hoeneß die Laudatio hält.

Erst Mitte des Jahres will Hoeneß angeblich seine Entscheidung bekanntgeben, ob er beim FC Bayern wieder an vorderster Front mitmischt. Fans, Mitglieder und Freunde würden ihn nur zu gerne wieder auf dem Vereinsthron sehen. Die Präsidentenwahl findet im November statt, eine Ämterteilung mit dem amtierenden Präsidenten Karl Hopfner ist eine bestens vorstellbare Variante. Hoeneß würde dann den FC Bayern als Präsident führen, Hopfner weiter den Posten als Aufsichtsratsvorsitzender an der Seite von einflussreichen Wirtschaftsführern behalten. Hopfner hatte mehrfach betont, dass er nicht gegen Hoeneß um das Präsidentenamt kandidieren werde. Viele Bayern-Anhänger haben noch die Worte von Hoeneß bei der letzten Mitgliederversammlung vor seiner Inhaftierung im Mai 2014 im Ohr: "Und dann, wenn ich zurück bin, werde ich mich nicht zur Ruhe setzen", hatte der Fußballmanager damals gesagt und hinzugefügt: "Das war's noch nicht!"

dpa/wer

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