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Ex-Playmate plaudert aus dem Nähkästchen

Doreen Seidel über "Playboy" Ex-Playmate plaudert aus dem Nähkästchen

Doreen Seidel kennt ihn, den Mann im seidenen Morgenmantel. Als Playmate des Jahres 2008 besuchte sie Hugh Hefner in Los Angeles. Im Interview zum 90. Geburtstag der Verlegerlegende verrät sie, was eigentlich in den heiligen Hallen der Playboy-Mansion alles geschieht und wie "Hugh" so ist.

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Auch für die Tierschutzorganisation Peta lässt Doreen gerne die Hüllen fallen.

Quelle: Peta

Sie liebt den Rausch der Geschwindigkeit. Als Rennfahrerin rast Doreen Seidel im Audi TT von Erfolg zu Erfolg. Für die Tierschutzorganisation Peta kämpft die 30-Jährige gegen Tierquälerei. Seit acht Jahren geht ihre Karriere nur in eine Richtung: steil bergauf. Großen Anteil hat ihr Shooting für den "Playboy" 2008. Sie wurde Playmate des Jahres und sogar vom großen Chef persönlich, Hugh Hefner, zu den hübschesten deutschen Playmates der Geschichte geadelt.

Frau Seidel, Hugh Hefner war von Ihnen sichtlich angetan, hat Sie mehrfach nach L.A. in die berühmte Villa eingeladen. Wie war es dort?
Ich war einige Mal in der Playboy-Mansion. Tagsüber lagen 20, 30 Mädels am Pool, machten sich eine schöne Zeit. Hugh Hefner war mal mit seinem Bruder da, mal mit einem Fotografen. Da passiert sonst nicht viel. Er spielte gerne unter dem Sonnenschirm Schach. Mit etwas Anrüchigem hatte das nichts zu tun. Vielmehr ist die Atmosphäre dort sehr familiär. Hefner hat sich dort seine eigene Welt geschaffen.

Und die Villa?
Das Haus ist in die Jahre gekommen, nicht alles topmodern. Aber die Villa hat ihren eigenen Charme.

Klingt nach einem schönen Urlaub. War das schon alles?
Was wirklich krass war, waren die Partys. Mir ist die Kinnlade runtergefallen. Alle Mädels waren aufgestylt bis zum Umfallen, liefen nur in Unterwäsche rum. Überall gab es Alkohol. Und das merkte man zwei, drei Stunden später auch. Da ist die Stimmung ganz anders.

Und wie haben Sie den "Playboy"-Chef persönlich erlebt?
Ich hatte erst gedacht, Hefner sei ein schmieriger Typ, der mir auf den Popo haut. In Wahrheit aber war er ein echter Gentleman, sehr charmant und zuvorkommend. Vor allem war er unglaublich clever, für mich ein total beeindruckender Mann. Er hatte eine gewisse Aura um sich. Der Mann hat ein unglaubliches Imperium aufgebaut, Unglaubliches geleistet. Dafür kann man nur Respekt haben. Hugh Hefner hat mit nackten Frauen wahnsinnig viel Geld verdient.

Was macht für Sie der Mythos "Playboy" aus?
Natürlich sind die Mädels ansprechend fotografiert, aber gerade der Mix aus nackter Haut und Tiefgründigem mit Lifestyle-Faktor macht dieses Heft für mich besonders. Nackte Mädels hübsch abbilden kann jeder, aber diese Mischung hinzubekommen, das ist typisch Playboy.

Welchen Einfluss hatte die Zeit als Playmate des Jahres 2008 auf Ihre Karriere?
Der "Playboy" hat mein gesamtes Leben verändert. Ich hatte gedacht, ich erscheine mal im in dem Magazin, hab ein cooles Jahr und dann geht’s zurück ins normale Leben. Ohne die Hilfe des "Playboys" wäre ich nie im Rennsport gelandet, ich durfte um die halbe Welt reisen, habe viel gesehen und erlebt. Natürlich habe ich auch gutes Geld verdient, vor allem aber die Möglichkeit bekommen, Sachen zu sehen, die man sonst nicht gesehen hätte.

Man spürt: Sie sind stolz auf das Erreichte. Das sind aber nicht alle.
Ich verstehe die Mädels nicht, die sich beklagen, dass sie einzig auf die Bilder reduziert würden. Es gibt natürlich auch Schattenseiten. Der "Playboy" hat mir aber so viel geholfen, ich bin stolz und bereue das keine einzige Sekunde. Für eine Karriere in der Bank ist es vielleicht nicht das Richtige. Das muss man sich halt vorher überlegen.

Interview: Carsten Bergmann

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