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Abbott bereut Ritterschlag für Prinz Philip

Umstrittene Würde Abbott bereut Ritterschlag für Prinz Philip

Zu viel der Ehre? Ausgerechnet am australischen Nationalfeiertag hatte der damalige Premier Abbott den britischen Prinzen Philip, Ehemann der Queen, zum Ritter geschlagen. Prompt fielen Politiker und Medien des Landes über den bekennenden Monachrchisten her. Nun gibt sich Abbott geschlagen.

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Die Ritterwürde für Prinz Philip (r.) am australischen Nationalfeiertag hält Tony Abbott im Nachhinein für "unüberlegt".

Quelle: Sam Mody, dpa

Sydney. Mit einem Schlag hatte sich der ehemalige australische Premier Tony Abbott den Spott der Landesmedien zugezogen. "Anachronistisch" waren noch die netteren Kommentare zu Abbotts Entscheidung, den gelegentlich ungelenk auftretenden Prinz Philip ausgerechnet am australischen Nationalfeiertag zum Ritter zu schlagen. Manche Medien bezeichneten die Ehrung vom 26.Januar dieses Jahres als "Knightmare" – ein Wortspiel aus Ritter und Albtraum.

Nun ist Abbott zurückgerudert und hat den Ritterschlag für den britischen Prinzen Philip als Fehler bezeichnet. Diese Entscheidung sei "offensichtlich unüberlegt" gewesen, sagte Abbott am Donnerstag in einem Interview mit dem Melbourner Radiosender 3AW. Auf die Frage, ob sich die britische Königin Elizabeth II., immerhin Staatsoberhaupt Australiens, den Ritterorden für ihren Ehemann gewünscht hatte, antwortete Abbott nicht.

Der in London geborene überzeugte Monarchist hatte 2014 den Ritterorden wieder eingeführt. Bis 1986 verlieh der australische Bund in der Tradition der britischen Monarchie noch regelmäßig die Ritter- und Damenwürde an Australier. Diese Tradition wurde dann für knapp 20 Jahre beendet.

Das Wiederaufleben des Ritterordens war innerhalb seiner eigenen konservativen Partei auf Kritik gestoßen. Die Labor-Partei warf Abbott vor, in kolonialer Nostalgie zu verharren. Einen Monat später probten Abgeordnete seiner Liberalen Partei den Aufstand. Mitte September löste Malcolm Turnbull schließlich Abbott an der Parteispitze und im Amt des Premierministers ab. Turnbull ist ein überzeugter Republikaner. Es wird damit gerechnet, dass er die Ritterorden wieder abschafft.

dpa/aks

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