Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Abbott bereut Ritterschlag für Prinz Philip
Nachrichten Panorama Abbott bereut Ritterschlag für Prinz Philip
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:56 01.10.2015
Die Ritterwürde für Prinz Philip (r.) am australischen Nationalfeiertag hält Tony Abbott im Nachhinein für "unüberlegt". Quelle: Sam Mody, dpa
Anzeige
Sydney

Mit einem Schlag hatte sich der ehemalige australische Premier Tony Abbott den Spott der Landesmedien zugezogen. "Anachronistisch" waren noch die netteren Kommentare zu Abbotts Entscheidung, den gelegentlich ungelenk auftretenden Prinz Philip ausgerechnet am australischen Nationalfeiertag zum Ritter zu schlagen. Manche Medien bezeichneten die Ehrung vom 26.Januar dieses Jahres als "Knightmare" – ein Wortspiel aus Ritter und Albtraum.

Nun ist Abbott zurückgerudert und hat den Ritterschlag für den britischen Prinzen Philip als Fehler bezeichnet. Diese Entscheidung sei "offensichtlich unüberlegt" gewesen, sagte Abbott am Donnerstag in einem Interview mit dem Melbourner Radiosender 3AW. Auf die Frage, ob sich die britische Königin Elizabeth II., immerhin Staatsoberhaupt Australiens, den Ritterorden für ihren Ehemann gewünscht hatte, antwortete Abbott nicht.

Der in London geborene überzeugte Monarchist hatte 2014 den Ritterorden wieder eingeführt. Bis 1986 verlieh der australische Bund in der Tradition der britischen Monarchie noch regelmäßig die Ritter- und Damenwürde an Australier. Diese Tradition wurde dann für knapp 20 Jahre beendet.

Das Wiederaufleben des Ritterordens war innerhalb seiner eigenen konservativen Partei auf Kritik gestoßen. Die Labor-Partei warf Abbott vor, in kolonialer Nostalgie zu verharren. Einen Monat später probten Abgeordnete seiner Liberalen Partei den Aufstand. Mitte September löste Malcolm Turnbull schließlich Abbott an der Parteispitze und im Amt des Premierministers ab. Turnbull ist ein überzeugter Republikaner. Es wird damit gerechnet, dass er die Ritterorden wieder abschafft.

dpa/aks

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Trend zur Kreuzfahrt ist ungebrochen. In der Saison 2016 werden elf neue Schiffe auf den Weltmeeren unterwegs sein. Die Anbieter übertreffen sich gegenseitig mit Highlights.

01.10.2015

In Finnland hat ein 24-jähriger Krankenpfleger 27 zumeist hilflose Senioren missbraucht. Dafür muss er nun jahrelang ins Gefängnis. Die Höchststrafe verhängte das Gericht allerdings nicht.

01.10.2015

An den Vollbart hat man sich in den einschlägigen Hipstercafés der europäischen Großstädte längst gewöhnt. Nun kommt aus Paris der nächste Haartrend für den Mann. Vorsicht, es wird lang und lockig.

01.10.2015
Anzeige