Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Extreme Überschwemmungen in Nordengland
Nachrichten Panorama Extreme Überschwemmungen in Nordengland
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:52 28.12.2015
In York kamen die Rettungskräfte nur noch mit einem Schlauchboot zu den betroffenen Häusern. Quelle: AFP PHOTO / OLI SCARFF
Anzeige
London

In den Hochwassergebieten Nordenglands bleibt die Lage angespannt. Einige Flüsse sollen erst am Montagmittag ihren höchsten Wasserstand erreichen. Die Regierung hatte am Sonntagabend 200 zusätzliche Soldaten zur Krisenhilfe in die Region geschickt, damit waren etwa 500 Armeeangehörige im Einsatz. Es werde alles getan, um den Menschen in dieser "Stunde der Not" zu helfen, sagte Premierminister David Cameron. Es wird erwartet, dass er am Montag die betroffene Region im Nordwesten Englands besucht.

Mehr als 25 Warnungen vor schweren Fluten galten in der Nacht zum Montag. Diese Alarmstufe bedeutet Lebensgefahr. Berichte über Tote oder Vermisste gab es zunächst aber keine. Tausende Haushalte sollen nach einem Wochenende ohne Elektrizität am Montag wieder ans Stromnetz angeschlossen werden.

Starker Regen über die Weihnachtstage hatte mehrere Flüsse auf Rekordhöhe ansteigen lassen. Viele Betroffene in den Regionen York und Leeds mussten ihre Häuser verlassen, teils brachten Helfer sie mit Schlauchbooten in Sicherheit. Unterkunft fanden sie in Notunterkünften, etwa in Schulen und öffentlichen Einrichtungen. Nicht nur das Militär, sondern auch das Rote Kreuz, Polizei und Feuerwehr sowie Helfer der Bergwacht waren im Einsatz.

Zur Galerie
Der Norden Englands ist am Wochenende von schweren Überschwemmungen heimgesucht worden. Hunderte Menschen mussten ihre Häuser verlassen, vielerorts wurde die Armee für Rettungseinsätze mobilisiert.

Umweltministerin Elizabeth Truss nannte die Lage "beispiellos". Die Opposition forderte die konservative Regierung auf, mehr in Deiche und andere Schutzmaßnahmen zu investieren. Die Verwaltung der Stadt Leeds kritisierte, die Regierung habe sich trotz Warnungen zu langsam und nicht entschieden genug reagiert.

Ein solidarischer Gruß erreichte die Briten aus rund 400 Kilometern Höhe: "Heute über Großbritannien geflogen", twitterte der Astronaut Tim Peake von der internationalen Raumstation ISS aus, "in Gedanken bei allen, die in Nordengland von Hochwasser betroffen sind."

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wenn die Menschen in Deutschland gefragt werden, wann sie am liebsten leben würden, entscheiden sich die meisten Erwachsenen für die 80er Jahre – das Jahrzehnt zwischen Neuer Deutscher Welle und Mauerfall.

28.12.2015

Ein Augenzeuge dachte zunächst, eine Bombe sei explodiert: Auf der Ostseeinsel Usedom ist am Sonntag ein Verkaufsstand für Feuerwerkskörper nach mehreren Explosionen abgebrannt.

28.12.2015
Panorama "Warmnachten", Hochwasser, Tornados - So verrückt war das Wetter über die Feiertage

Das Wetter scheint in den letzten Dezembertagen weltweit verrückt zu spielen. Viele Menschen verloren dadurch bereits ihr Leben. Vor allem Großbritannien und die USA kämpfen weiter mit Wetter-Extremen.

27.12.2015
Anzeige