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Panorama FU Berlin sucht noch Wetterpaten für 2016
Nachrichten Panorama FU Berlin sucht noch Wetterpaten für 2016
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16:34 19.09.2015
Seit 2002 können Wetterpatenschaften gekauft werden. Michaela Simon gehörte mit ihrem Hoch Michaela zu den ersten Wetterpaten.  Quelle: dpa (Archiv)
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Berlin

Nach dem Verkaufsstart der Wetterpatenschaften suchen die Meteorologen an der Freien Universität Berlin für einige Hochs und Tiefs noch Namensgeber. Für Patenschaften mit den Anfangsbuchstaben "O" oder "Q" gibt es demnach sowohl bei Männer- als auch Frauennamen in der ersten Runde noch keine Interessenten. Das Verfahren war am 16. September gestartet worden. Das Institut vergibt seit 1954 Namen für Hoch- und Tiefdruckgebiete, die das Wetter in Mitteleuropa beeinflussen.

In diesem Jahr bekommen die Tiefs weibliche Namen, die Hochs männliche. "Bei den Tiefs haben wir ganz viele Anfragen bekommen für "A" und "S"", sagte Sebastian Wölk vom Meteorologischen Institut. Bei den Hochs seien unter anderem die Buchstaben "J" und "M" gefragt.

Begonnen wird am Jahresanfang immer mit "A". Dann geht es weiter in alphabetischer Reihenfolge. Erfahrungsgemäß gibt es mehrere Runden. 2016 heißt das erste Tief des Jahres "Anneliese". Bei den Hochdruckgebieten macht "Alf" den Anfang. Der erste Durchlauf endet bei den Frauennamen mit "Zissi". Bei den Männern fehlte zuletzt noch ein Pate mit "Z". Interessierte können sich unter www.wetterpate.de melden.

Patenschaften für Hochdruckgebiete kosten rund 355 Euro, bei den Tiefdruckgebieten sind es rund 236 Euro. Findet sich für eine Wetterlage kein Namensgerber, wird die Patenschaft mit dem jeweiligen Anfangsbuchstaben kurz vorher bei Ebay versteigert. Von dem Geld wird den Angaben zufolge die Wetter- und Klimabeobachtung von Studenten an einer Wetterstation in Berlin-Dahlem gefördert.

Dass Hochs teurer sind, hat Gründe: "Es gibt weniger davon", erklärte Wölk. "Und sie sind normalerweise langlebiger." Im Jahr gebe es etwa 50 Hochdruckgebiete - aber etwa dreimal so viele Tiefs.

Die Wetterpatenschaften sind Wölk zufolge in den meisten Fällen ein Geschenk von Freunden oder Verwandten an den Namensgeber. Manche meldeten direkt für den zweiten Durchlauf der Namensvergabe Interesse an - etwa weil der Pate dann Geburtstag habe. Für das steigende Interesse an der zweiten Runde gebe es aber noch einen Grund: Dann sei in der Regel besseres Wetter. In diesem Jahr sorgte etwa das Hoch "Annelie" wegen besonders heißer Tage für Schlagzeilen. Es wurde am 28. Juni so benannt.

dpa

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